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16.11.2013

11:03 Uhr

Europawahl

SPD-Bundesparteitag geht in die letzte Runde

Der Bundesparteitag der SPD endet heute. Zum Abschluss beraten die SPD-Mitglieder Anträge zur Kommunalpolitik. Für SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel beginnt im Anschluss die Schlussphase der Koalitions-Verhandlungen.

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel beim SPD-Bundesparteitag. Er wurde am Donnerstag mit 84 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt – doch wahrer Zuspruch sieht anders aus. dpa

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel beim SPD-Bundesparteitag. Er wurde am Donnerstag mit 84 Prozent der Stimmen in seinem Amt bestätigt – doch wahrer Zuspruch sieht anders aus.

LeipzigDer Bundesparteitag der SPD ist am Samstag in Leipzig mit der Aufstellung der Delegiertenliste für die Europawahl 2014 fortgesetzt worden. Beraten werden die Delegierten zum Abschluss des dreitägigen Treffens auch Anträge zur Kommunalpolitik.

In den nächsten Tagen startet die Parteispitze um den Vorsitzenden Sigmar Gabriel in die Schlussphase der Verhandlungen über eine große Koalition. Viele Delegierten äußerten sich skeptisch dazu.

Die Parteispitze musste in Leipzig teilweise deutliche Denkzettel verkraften. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles und einer der fünf Vizevorsitzenden, Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz, erhielten bei ihrer Wiederwahl jeweils nur rund 67 Prozent Zustimmung.

Die SPD in Zahlen

Mitglieder

Die SPD hatte Ende Oktober 473.048 Mitglieder. Der Höchststand wurde mit 1,261 Millionen 1923 in der Weimarer Republik erreicht. Das Durchschnittsalter liegt heute bei rund 59 Jahren.

Ortsvereine

Derzeit gibt es rund 9000 Ortsvereine. Nach der Wiedervereinigung waren es in den 1990er Jahren bis zu 10.000.

Teures Jahr

Schatzmeisterin Barbara Hendricks muss 2013 viel Geld locker machen: 23 Millionen Euro soll der Bundestagswahlkampf gekostet haben, über zwei Millionen die Feiern zum 150-jährigen Bestehen der deutschen Sozialdemokratie. Und eine Million wird der Mitgliederentscheid über den Eintritt in die große Koalition kosten.

99,7 Prozent

Das beste Ergebnis bei Wahlen zum SPD-Chef nach 1945. Kurt Schumacher schaffte das 1947 und 1948. Das schlechteste Ergebnis bisher waren die 62,6 Prozent von Oskar Lafontaine bei der Kampfabstimmung 1995 in Mannheim gegen Rudolf Scharping.

Bis Ende November sollen die Koalitionsverhandlungen mit der Union abgeschlossen sein. Dann sind die 473 000 SPD-Mitglieder aufgerufen, bis Mitte Dezember verbindlich über das Bündnis mit der Union für die nächsten vier Jahre abzustimmen.

Von

dpa

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