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01.08.2012

14:35 Uhr

Ex-Bundespräsident

Horst Köhler meldet sich zurück

Viel hat man von Horst Köhler zuletzt nicht mehr gehört. Jetzt meldet sich der ehemalige Bundespräsident zurück - als Berater der Vereinten Nationen. Und dann schreibt er noch an seiner „Lebensgeschichte“.

Horst Köhler wird Berater der Vereinten Nationen. dapd

Horst Köhler wird Berater der Vereinten Nationen.

BerlinEine Rede da, ein kleiner Auftritt dort, die eine oder andere Reise ins Ausland. Aber ansonsten hat sich Horst Köhler rar gemacht in den vergangenen beiden Jahren. Und als sich dann zu Beginn des Jahres mit Christian Wulff ein weiterer Bundespräsident vorzeitig verabschiedete, wurde es noch ein wenig stiller um den viel geschätzten Mann, der im Mai 2010 nach umstrittenen Äußerungen zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr zur allgemeinen Überraschung zurückgetreten war.

Jetzt meldet sich Köhler zurück in der internationalen Politik - ein bisschen zumindest. Im Auftrag der Vereinten Nationen soll sich der 69-Jährige künftig Gedanken der grundsätzlichen Art über den Zustand der Welt machen.

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon berief das ehemalige Staatsoberhaupt in eine neue Arbeitsgruppe, die die sogenannten Millenniums-Ziele neu formulieren soll: acht große Ziele, die sich die Staatengemeinschaft zur Jahrtausendwende gesetzt hatte und die eigentlich im Jahr 2015 erfüllt sein sollen, von Gleichstellung von Mann und Frau über Aids-Bekämpfung bis zur Halbierung der Armut. Schon damals hatte man eine Ahnung, dass die Umsetzung nicht ganz einfach werden würde.

In dem Gremium wird Köhler eines von 27 Mitgliedern sein - eine illustre Runde aus aktiven und ehemaligen Politikern, Experten und sonstiger Prominenz. Vorsitzende sind der britische Premierminister David Cameron, Liberias Präsidentin und Friedens-Nobelpreisträgerin Ellen Johnson-Sirleaf sowie der indonesische Staatschef Susilo Bambang Yudhoyono. Dabei ist zum Beispiel aber auch Jordaniens Königin Rania.

Kommentare (12)

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Fruestuecksdirektor

01.08.2012, 14:46 Uhr

Nen schöööööönen Beraterjob! Na supi!! Das ist der Klassiker für gescheitertes bzw. gelangweiltes Ex-Führungspersonal! Warum kann keiner von denen einfach mal in Rente gehen und gut sein lassen!? Selbst Wulfi und seine Stewardeß waren mir lieber als dieser Typ, der immer so schön die Augen aufgerissen hat, wenn er meinte was Wichtiges zu sagen... genervte Grüße

Alienbuster

01.08.2012, 14:59 Uhr

what? Wulff war besser als Köhler? Ich hör wohl nicht recht. Aber in den anderen genannten Dingen haben Sie Recht. Hinzu kommt allerding, dass diese Gruppe eine Farce darstellt. Hier sind außer der Lyperianerin nur Persönlichkeiten aus Industrienationen oder Könige vertreten. Bis 2015 die Armut halbieren. Das wird nicht nur schwer, das ist paradoxerweise unmöglich, da die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander gehen wird, solange die Finanzmärkte verrück spielen und die Staaten sich immer mehr verschulden. Es wird eher so ablaufen, der Mittelstand wird in die Armut getrieben, da bald jeder Staat pleite ist. Alternativen gibts keine: Entweder man inflationiert die Schulden weg oder kürzt die Sozialleistungen, was sicher zu sozialen Unruhen führen würde. Aber eine Inflation könnte noch gefährlicher sein. Tja, was tun, Herr Köhler und co.?

Fruestuecksdirektor

01.08.2012, 15:08 Uhr

"...soll sich Gedanken über die Welt machen!" Die Uno-Typen sind doch total meschugge!! Ob der sich da, für viel, viel Geld, Gedanken über die Welt macht oder in China knackt ne Wurst! Ja und soooooo kommen wir natürlich nicht von den Schulden runter!!!

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