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11.11.2013

16:47 Uhr

Ex-Staatsminister

Von Klaeden legt Parteiamt nieder

Sein Amt als Staatsminister gab Eckart von Klaeden bereits im September ab, jetzt ist er auch seinen Parteiposten los. Der umstrittene Chef-Lobbyist von Daimler will damit einem Interessenskonflikt entgegentreten.

Eckart von Klaeden im August 2013: Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen den Ex-Staatsminister wegen Vorteilsannahme. dpa

Eckart von Klaeden im August 2013: Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen den Ex-Staatsminister wegen Vorteilsannahme.

StuttgartDer neue Cheflobbyist von Daimler, Eckart von Klaeden, hat seinen Sitz im Parteipräsidium der CDU niedergelegt. Mit diesem Schritt wolle er weiteren Spekulationen über einen Interessenkonflikt entgegentreten, erklärte der ehemalige Kanzleramts-Staatsminister am Montag in Stuttgart.

„Meine Mitgliedschaft im CDU-Präsidium habe ich schon vor dem Antritt meiner neuen Aufgabe bei der Daimler AG insbesondere im Hinblick auf die Koalitionsverhandlungen nicht mehr ausgeübt“, hieß es in einer Erklärung Klaedens, die von dem Konzern verbreitet wurde.

CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe erklärte dazu: „Wir hätten seine Mitgliedschaft im Präsidium und seine neue Tätigkeit in der Wirtschaft für vereinbar gehalten.“

Klaeden ist seit 1. November Leiter der Abteilung Politik und Außenbeziehungen beim Daimler-Konzern. Zunächst hatte der 47-Jährige vorgehabt, bis Ende 2014 im CDU-Präsidium zu bleiben. Gröhe teilte in Berlin mit, er nehme die Entscheidung Klaedens mit Respekt und Bedauern zur Kenntnis und danke ihm „für seine wichtigen Beiträge zu unserer Politik“.

Das Magazin „Der Spiegel“ hatte berichtet, in der Führungsspitze der CDU wachse der Unmut darüber, dass von Klaeden trotz seines Wechsels aus der Politik zum Autokonzern Daimler noch bis zur Neuwahl des Präsidiums Ende des Jahres Mitglied in dem Spitzengremium der Partei bleiben wollte.

Kommentare (3)

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Lobbyboy

11.11.2013, 18:30 Uhr

Ich will auch Lobbyist werden. Habt Ihr noch eine vakante Position??

anonym

11.11.2013, 18:41 Uhr

Ein Parteisoldat im Untergrund!

DINO

12.11.2013, 16:46 Uhr

@ Lobbyboy

Wenn Sie diesem Unternehmen glaubhaft versichern, das die Werkverträge mit den beschämenden Bedingungen in Zukunft weiter politisch geduldet wird, mit Sicherheit wäre was machbar !!!

Mit Freude am fahren, dieses Unternehmen mit diesem Werbespruch, war/ist Spitzenreiter für solche "Arbeitsbedingungen" ! Da wäre eine Bewerbung auch sinnvoll !

Ich kann Ihnen noch mehr Unternehmen nennen und zwar sogenannte >Namhafte< in Richtung Scheinselbständigkeit und andere beschämende "Beschäftigungsarten" !

Durch den bejubelten Billiglohn-Sektor in Deutschland erst möglich, verursacht durch ROT/GRÜN !

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