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18.09.2011

20:29 Uhr

Ex-Titanic-Chef

Aussteiger-Programm für FDP-Anhänger

Für die FDP kommt es einmal mehr besonders dicke: Nicht einmal in aller Ruhe konnten die Liberalen ihr desaströses Wahlergebnis in Berlin betrauern. Bei ihrer „Party“ wurden sie jäh gestört.

Martin Sonneborn und eine Mitstreiterin in der Parteizentrale der FDP in Berlin. dpa

Martin Sonneborn und eine Mitstreiterin in der Parteizentrale der FDP in Berlin.

BerlinHöhnischer Jubel, Trötengeheul und Konfettiregen in der FDP-Parteizentrale: Erst straften die Wähler die Berliner FDP ab, dann wurde sie auch noch zum Ziel des Spotts einer Satiretruppe. Eine Gruppe um den früheren „Titanic“-Chefredakteur Martin Sonneborn, die mit der Spaßgruppierung „Die Partei“ bei der Wahl angetreten war, hatte sich unter die Besucher der Wahlparty im Thomas-Dehler-Haus gemischt.

Die Satiretruppe verbreitete eine Stimmung, nach der eingefleischten FDP-Anhängern nach der Wahlniederlage nicht zumute war. „Endlich raus“, skandierte die Sonneborn-Truppe fröhlich. Im Chor ließen sie „So ein Tag, so wunderschön wie heute“ erklingen.

Die FDP-Anhänger in der Parteizentrale ließen sich freilich nicht von der offensiv guten Laune anstecken. Die Störenfriede wurden heftig ausgebuht. Sonneborn wollte dann auch einige Worte an die FDP-Gemeinde richten, was ihm von Ordnern aber verwehrt wurde. Die „Guerilla- Aktion“ erklärte er dann im Saal mit den Worten: „Wir freuen uns, dass die letzte Spaßpartei in Berlin rausgeflogen ist.“ Der frühere Chef des Satiremagazins „Titanic“ verteilte dann auch noch Aufnahmeanträge für „Die Partei“. „Wir bieten FDP-Mitgliedern jetzt ein Aussteigerprogramm an.“

Ansonsten hatte „Die Partei“ am Sonntag auch keinen großen Grund zur Zufriedenheit. Sie scheiterte in Berlin ebenfalls klar an der Fünf-Prozent-Hürde.

Kommentare (1)

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Satire

18.09.2011, 21:31 Uhr

Man mag über die FDP denken was man möchte, aber Parteien haben den Auftrag zur politischen Willensbildung ins unserer in unserer Gesellschaft. Satire ist notwendig und oft angebracht als ein Mittel in der Gesellschaft. Aber Jux-Attacken dieser Form gehören bei aller Liebe nicht dazu.

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