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21.11.2011

20:53 Uhr

Ex-Verteidigungsminister

Guttenberg packt aus

Neun Monate nach seinem Rücktritt als Verteidigungsminister äußert sich Karl-Theodor zu Guttenberg erstmals zur Plagiatsaffäre: in einem Interview-Buch mit dem Titel „Vorerst gescheitert“.

"Vorest gescheitert" heißt Guttenbergs Interview-Buch. dapd

"Vorest gescheitert" heißt Guttenbergs Interview-Buch.

BerlinNeun Monate nach seinem Rücktritt als Verteidigungsminister steht Karl-Theodor zu Guttenberg erstmals Rede und Antwort zur Plagiatsaffäre. Nächste Woche Dienstag erscheint ein Interview-Buch, in dem „Zeit“-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo den CSU-Politiker über seinen steilen Aufstieg ins Bundeskabinett, seinen tiefen Fall und ein mögliches Comeback befragt. Der Titel lautet: „Vorerst gescheitert“.

Guttenberg war Anfang März zurückgetreten, nachdem zahlreiche ungekennzeichnete Zitate in seiner Doktorarbeit entdeckt worden waren. Der Doktortitel wurde ihm aberkannt. Inzwischen lebt er mit seiner Familie in den USA. Am Samstag war er auf einer Sicherheitskonferenz in Halifax erstmals wieder öffentlich aufgetreten.

Der Herder-Verlag in Freiburg teilte am Montag mit, dass das Buch am 29. November erscheint. Guttenberg ist auf dem Titel schon im neuen Outfit zu sehen - mit Gel-freier neuer Frisur und ohne Brille. Der CSU-Politiker habe mit di Lorenzo unter anderem über seinen Umgang mit den eigenen Fehlern geredet, über die Zeit nach dem Rücktritt - und über die Voraussetzungen für eine Rückkehr in die Politik, heißt es in der Verlags-Mitteilung.

Das Buch erscheint eine Woche vor dem 40. Geburtstag Guttenbergs. Dass der Herder-Verlag den Termin jetzt verkündet, lässt vermuten, dass die Staatsanwaltschaft Hof noch in dieser Woche entscheidet, ob sie das Ermittlungsverfahren gegen Guttenberg einstellen wird. Eine ausführliche öffentliche Äußerung zur Plagiatsaffäre vor der Entscheidung wäre ein Affront gegen die Justizbehörde und womöglich auch juristisch leichtfertig.

Dass „Die Zeit“ den Zuschlag für den ersten Interviewtermin bekommen hat, war schon länger bekannt. Guttenberg hatte bereits bei seiner Verabschiedung mit einem großen Zapfenstreich angedeutet, das er ein Buch schreiben wolle. Nun ist es zunächst ein Interviewbuch geworden.

Von

dpa

Kommentare (16)

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JaJa

21.11.2011, 21:31 Uhr

Ja. Was hat KT uns wohl zu sagen?
Substanzielles? Sicher nicht.
Aber ich werde mich an der Bruchlandung erfreuen.
Welche Karte der auch immer spielt, es wird nicht reichen.
Dieser Blender hat hier fertig.
Gerade bei den Christlichen. Die haben jetzt schon wieder oder immer noch Schaum vor Maul.
Also ich geh schon mal Popcorn holen. Ist noch Bier im Kühlschrank?

Account gelöscht!

21.11.2011, 21:32 Uhr

Ich glaube nicht, dass in Guttenberg im Buch den Namen seines Ghostwriters nennen wird. Lohnt sich also nicht zu kaufen, zumal Guttenberg das Buch wohl kaum selbst geschrieben haben dürfte.

KriminelleMachenschaften

21.11.2011, 21:57 Uhr

Er soll nicht auspacken, sondern einpacken.
Die Details seiner Hochstapelei interessieren nicht.





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