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07.03.2011

10:25 Uhr

Exklusiv-Umfrage

Top-Manager rechnen mit Merkel ab

ExklusivDie CDU steckt im Dilemma: Während sie sich auf Merkel als Führungsperson fokussiert, gerät die Kanzlerin immer mehr in die Kritik. Eine Handelsblatt-Umfrage zeigt: Die Top-Manager wenden sich enttäuscht von ihr ab.

Kanzlerin Merkel bei der Einführung des neuen Innenministers Quelle: Reuters

Kanzlerin Merkel bei der Einführung des neuen Innenministers

Die Union setzt nach den Worten von Fraktionschef Volker Kauder weiter auf Bundeskanzlerin Angela Merkel. Über die Frage eines möglichen Nachfolgers für Merkel nach dem Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg „brauchen wir nicht zu diskutieren“, sagte Kauder der „Bild“-Zeitung. „Angela Merkel wird 2013 erneut zur Bundestagswahl antreten - und nach einem Erfolg für weitere vier Jahre Kanzlerin sein.“ Alles Weitere kläre sich dann.

Die deutsche Wirtschaft jedoch hat für diese frühe Festlegung kein Verständnis: In einer repräsentativen Umfrage unter den Führungskräften in Deutschland erntet die CDU-Chefin herbe Kritik. Fast drei Viertel der von dem Marktforschungsinstitut Psephos für das Handelsblatt Befragten sind von der Politik Merkels – gemessen an ihren eigenen Erwartungen kurz nach der Bundestagswahl 2009 und der Bildung der schwarz-gelben Koalition – in der laufenden Legislaturperiode „enttäuscht“.

Der Handelsblatt Business-Monitor ist eine repräsentative Umfrage unter Führungskräften in Deutschland. Seit 1999 interviewt das Marktforschungsinstitut Psephos regelmäßig Manager aus Unternehmen aller Größenklassen, Branchen, Regionen und Altersgruppen. In den letzten Tagen hat Psephos 685 Manager befragt.
Besonders bedenklich: Die deutschen Führungskräfte glauben nicht, dass Merkel die CDU für die künftigen Aufgaben zukunftsfähig machen kann. Nur 44 Prozent der Befragten sehen die Kanzlerin dazu in der Lage, 49 Prozent dagegen sind skeptisch. Der dafür am meisten genannte Grund: Merkel sei führungs- und entscheidungsschwach. Kritisiert wird außerdem ihre Personalpolitik. Sie lasse gute Personen nicht hochkommen. Vier von zehn Befragten bemängeln, dass Merkels innerparteilicher Führungsstil der Partei in den letzten Jahren „eher geschadet“ hat. Bei den befragten Managern aus Großunternehmen glaubt das sogar jeder zweite.

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

07.03.2011, 12:11 Uhr

Zu diesem Thema empfehle ich die Lektüre des Buches von Cora Stephan. "Angela Merkel.Ein Irrtum".

poolliter

07.03.2011, 12:22 Uhr

Frau Merkel hat viel von Kohl gelernt.
Sie "regiert" ähnlich wie Kohl. - Aussitzen, Konkurrenz wegmobben, sich mit Wasserträgern umgeben.
Ihre Spezialität: politische Inhalte sind fast beliebig.
Wird Sie auch so ähnlich enden wie Kohl?
Und wenn ja, wann?

DeutscherMichl

07.03.2011, 12:24 Uhr

Ab 2013 nochmals die Merkel!
Was hat die Kanzlerin bis jetzt gemacht?
Nichts, keine einzige Entscheidung. Aussitzen und warten was so kommen mag!

Weg mit Merkel, so schnell wie möglich!

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