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09.02.2017

11:01 Uhr

Export-Überschuss

Deutsche Wirtschaft legt drittes Rekordjahr in Folge hin

Deutschlands Exporteure haben erneut einen Rekord-Überschuss erzielt. Waren im Wert von 1,21 Billionen Euro gingen 2016 ins Ausland. Die Zahlen dürften die internationale Kritik am deutschen Wirtschaftsmodell befeuern.

Die Exporte haben im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent zugelegt. dpa

Hamburger Hafen

Die Exporte haben im vergangenen Jahr um 1,2 Prozent zugelegt.

Berlin Deutschlands Exportwirtschaft setzt ungeachtet der Verunsicherung durch das Brexit-Votum und die Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten ihren Rekordkurs fort. Waren im Bestwert von 1,21 Billionen Euro gingen 2016 ins Ausland, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Es war das dritte Rekordjahr in Folge und ein Anstieg um 1,2 Prozent. Die Einfuhren erhöhten sich um 0,6 Prozent auf 954,6 Milliarden Euro - ebenfalls ein Höchstwert.

Die Export-Stärke Deutschlands dürfte allerdings weiter für Diskussion sorgen. Da Deutschland mehr Waren im Ausland verkauft als vor dort einführt, stieg der Exportüberschuss auf den Rekordwert von 252,9 Milliarden Euro. Der Leistungsbilanzüberschuss kletterte auf 266,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 252,6 Milliarden Euro). In die Leistungsbilanz fließen neben Waren und Dienstleistungen unter anderem Zinsen und Löhne ein.

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Die Bundesregierung belässt ihre Wachstumsprognose für 2017 bei 1,4 Prozent. Der neue Jahreswirtschaftsbericht bescheinigt der Wirtschaft damit eine gute Verfassung. Doch Risiken bleiben, vor allem mit Blick auf die USA.

Die Exportkraft Deutschland sorgt immer wieder für Kritik, zuletzt aus den USA. Präsidentenberater Peter Navarro warf Deutschland vor, die USA und die EU-Partner durch einen schwachen Euro „auszubeuten“.

Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hatte dies scharf zurückgewiesen. „Der Vorwurf, Deutschland beute die USA und andere Länder mit einer unterbewerteten Währung aus, ist mehr als abwegig.“ Deutsche Unternehmen seien vor allem deshalb so erfolgreich, „weil sie hervorragend auf den Weltmärkten positioniert sind und mit innovativen Produkten überzeugen“.

Besonders kräftig war die Nachfrage nach „Made in Germany“ im vergangenen Jahr in der Europäischen Union. Die Exporte stiegen um 2,2 Prozent auf 707,9 Milliarden Euro. Außerhalb der EU bekamen die Unternehmen dagegen die Schwäche des Welthandels und die politischen Unsicherheiten zu spüren. Die Ausfuhren sanken um 0,2 Prozent auf 499,6 Milliarden Euro.

Der Außenhandelsverband BGA hatte zuletzt für 2016 ein Export-Ergebnis auf dem hohen Vorjahresniveau vorhergesagt. Zum Jahresende legte die Branche allerdings einen kräftigen Schlussspurt hin.

Von

rtr

Kommentare (10)

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Herr Clemens Keil

09.02.2017, 08:44 Uhr

Die erneuten Rekordzahlen sind offensichtlich - trotz (oder gerade wegen?) Mindestlohn, Frauenquote, Rente mit 63 etc. und ohne TTIP/CETA/TISA - bei der Wirtschaft angekommen. Und für die Rentner wird für 2017 eine Reduzierung der fälligen Rentenanpassung um rd. 50% angekündigt!
Aber die sog. Wirtschaftsweisen und auch die Arbeitgeberverbände vermissen eine stärkere Wirtschaftsorientierung der Politik! Brauchen wir diese Weisen noch? Und neuerdings bescheinigt das arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) dem Mindestlohn dreist eine verheerende Wirkung, obwohl doch die prognostizierten Jobverluste nicht eingetreten sind! Und jetzt fordert die Wirtschaft wieder mal Steuerentlastung, läßt aber andererseits weiterhin Menschen unterhalb des gesetzlichen Mindestlohns beschäftigen! Schäbig und gierig! Und Schäuble konterkariert den Mindestlohn durch laxe Kontrollen.
Da findet durch die aktuelle EZB-Politik ("Fluten der Finanz-Märkte mit frischem Geld") die größte Umverteilung zu Lasten von Sparern und Rentnern seit der Währungsreform von 1948 statt, und die Wirtschaft, wirtschaftsnahe Politikkreise und die sog. Wirtschaftsweisen warnen: aber nicht vor einer Verarmung von Sparern und Rentnern, sondern vor "weiteren" Belastungen der Wirtschaft (Mindestlohn, Beseitigung von Rentenungerechtigkeiten, Frauenquote, Mietpreisbremse ...), vor einer Sozialdemokratisierung ihrer Wirtschafts-Partei CDU (Hinweis für Gabriel: und wenn Sie sich noch so verrenken, die Stimmen der Arbeitgeber können Sie vergessen!).
Aber: Die deutsche Wirtschaft wächst wie seit Jahren nicht mehr! Wie wäre es, wenn die Wirtschaft mal die aktuellen Entlastungen der Wirtschaft (geringere Finanzierungskosten, günstigere Exportbedingungen wegen EURO-Verfall, Steueroptimierung über Off Shore-Konstrukte ...) und das weitere Pampern der Finanzwirtschaft loben und die Belastung von Sparern und Rentnern kritisieren würde? Stattdessen singen sie inbrünstig das hohe Lied des Leistungsprinzips ...

Herr Clemens Keil

09.02.2017, 08:45 Uhr

...
und setzen bei Familienunternehmern eine der sozialen Gerechtigkeit widersprechende Erbschaftssteuerreform durch. Nur: Erben ist keine Leistung! Eine Erbschaft ist ein "unverdientes" Vermögen! Unglaubwürdig!
Postfaktische Welt?
Hört mal an, was Singer Songwriter Sigismund Ruestig dazu zu sagen bzw. zu singen hat:
http://youtu.be/QqoSPmtOYc8
http://youtu.be/QGOx8I0COYg
Viel Spaß beim Anhören!

Account gelöscht!

09.02.2017, 08:51 Uhr

Das Exportgeschäft mit den EU Ländern ist also gewachsen. Seit wann zählen die EU Länder in einen gemeinsammen EU-Binnenmarkt, wozu ja auch Deutschland zählt, zum Exportmarkt?!
Deutschland finanziert über die Target 2 Salden diese EU-Euro Raum. Soll heißen...die Deutsche Wirtschaft macht ihre "EU-Exportgeschäfte" auf den Rücken der deutschen Steuerzahler und Sparer. Die EU Länder sind durch die EURO Politik runtergewirtschaftet und finanzell Pleite. Nur der Deutsche Steuerzahler und Sparer hält die Illusion eines gesunden EU-Binnenmarktes noch aufrecht. Aber auch der Deutsche Steuerzahler und Sparer wird mehr und mehr durch diese asoziale Deutsche Wirtschafts-Euro Politik ausgesaugt. Die Folge ist die Verarmung und der Mangel in der Deutschen Gesellschaft.
EU und EURO ist eine Eliten Porjekt der sog. Globalisierer unter der Führung von Soros, Bilderberger und Freunde.

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