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08.05.2012

17:59 Uhr

Extremismus

Polizei hält Salafisten und Pro NRW in Köln auseinander

Pure Provokation: Rechtsextreme halten vor Moscheen Mohammed-Karikaturen hoch. In Bonn führte dies am Samstag zu Gewaltausbrüchen von Islamisten. In Köln blieb es am Dienstag bei massiver Polizeipräsenz ruhig.

Am Samstag gab es in Bonn gewalttätige Ausschreitungen von Salafisten bei einer Provokation durch die rechte Splitterpartei Pro NRW. dpa

Am Samstag gab es in Bonn gewalttätige Ausschreitungen von Salafisten bei einer Provokation durch die rechte Splitterpartei Pro NRW.

KölnNach schweren Ausschreitungen in Bonn hat die Polizei am Dienstag in Köln mit einem massiven Aufgebot neuer Gewalt von Islamisten vorgebeugt. Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministers Ralf Jäger (SPD) waren ungefähr 1000 Polizisten vor Ort. Etwa zehn Salafisten wurden festgenommen. Sie waren bewaffnet und teilweise vermummt. Die Polizei stellte unter anderem Messer, Eisenstangen und Abwehrspray sicher. Mehr als 100 radikale Islamisten hatte die Polizei das Betreten des Kölner Stadtgebietes vorsorglich verboten.

Ebenso wie am Samstag in Bonn hatte die rechtsextreme Splitterpartei Pro NRW wieder angekündigt, Mohammed-Karikaturen zeigen zu wollen, diesmal in der Nähe der noch entstehenden Kölner Zentralmoschee. Als die Behörden den Rechtsextremen das Zeigen der Karikaturen verboten, zogen sie vor das Verwaltungsgericht, welches das Verbot mit Hinweis auf die Meinungsfreiheit im Eilverfahren kippte.

In Köln riegelte die Polizei die Moschee-Baustelle ab. In einer Seitenstraße durfte das versprengte Pro-NRW-Häuflein - ungefähr ein Dutzend Leute - seine Kundgebung abhalten. Etwas weiter demonstrierten mehr als 300 Bürger gegen die Kundgebung. Auch eine ähnliche Kundgebung von Pro NRW in der Nähe einer Moschee in Düren verlief am Dienstag ohne Zwischenfälle.

Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, forderte: „Kein Fußbreit für Nazis!“ Der Bezirksbürgermeister von Köln-Ehrenfeld, Josef Wirges (SPD), sagte: „Es ist eine Unverschämtheit, heute, am Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus, sich hier hinzustellen und zu versuchen, Menschen gegeneinander aufzuhetzen.“

Der dänische Zeichner Kurt Westergaard wehrt sich gegen den Missbrauch seiner Mohammed-Karikatur durch Pro NRW. Er habe den Rechtsextremen niemals erlaubt, die Karikatur zu verwenden, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch). „Ich lehne es strikt ab, mit einer politischen Partei oder Bewegung in Verbindung gebracht zu werden.“

Am Samstag war es in Bonn bei einer Wahlkampfaktion von Pro NRW zu schweren Ausschreitungen zwischen radikalen Salafisten und der Polizei gekommen. 29 Polizisten wurden verletzt, zwei durch Messerstiche schwer. Gegen einen 25-jährigen Islamisten wurde Haftbefehl wegen versuchten Polizistenmordes erlassen.

Kommentare (5)

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Nachwuchs

08.05.2012, 18:52 Uhr

Das ist wahre Demokratie, wie die Islamisten es wollen. Unterdrückung der Meinung Andersdenkende. Tod den Andersgläubigen reicht nicht mehr. Und unsere Politiker sind der Meinung: wir brauchen diese Kulturbereicherer!

Account gelöscht!

08.05.2012, 19:18 Uhr

Wieso wird diese Partei als "rechtsextrem" bezeichnet??
Nur weil sie die Finger in eine ignorierte Wunde legen und somit zur klärenden Auseinandersetzung aufruft? Unglaublich, aber zwischen deren 7 Punkten Parteiprogramm und Rechtsextremismus mit Fremdenhass und Gewaltwillkür liegen WELTEN. Oder wie versteht sich das:

.1) Innere Sicherheit gewährleisten!
.2) Ausbildung statt Zuwanderung
.3) Stoppt Korruption und Parteibuchwirtschaft!
.4) Besinnung auf Werte in der Kulturpolitik
.5) Bürgerfunk statt Parteibuchsender
.6) Das Ruhrgebiet stärken!
.7) Wer heilt unser Gesundheitssystem?


WIR HABEN HIER MEINUNGSFREIHEIT! Und so wie wir als Gast in ihren Moscheen DEREN Werte achten und schön die Schuhe ausziehen, so MÜSSEN SIE HIER UNSERE WERTE ACHTEN!

Auswanderer

08.05.2012, 19:45 Uhr

@ Germanhengst- bin vollkommen Ihrer Meinung. Besser konnte es nicht -be-geschrieben werden.

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