Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.08.2012

03:00 Uhr

EZB-Kritik

CSU-Chef Seehofer distanziert sich von Dobrindt-Äußerungen

Nach vielfacher Kritik an CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt wegen dessen Äußerungen in der Euro-Krise ist CSU-Chef Horst Seehofer auf Distanz gegangen. Zugleich sprach Seehofer Merkel Unterstützung aus.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). dpa

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU).

BerlinCSU-Chef Horst Seehofer hat sich von der umstrittenen EZB-Kritik von CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt distanziert, der Notenbankchef Mario Draghi als "Falschmünzer" tituliert hatte.

Seehofer sagte der "Bild"-Zeitung (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht: "Ich denke, er wird diesen Begriff nicht wiederholen." Zugleich beteuert Seehofer die Unterstützung der CSU für Kanzlerin Angela Merkel und deren "erfolgreichen Politik der Euro-Stabilisierung". Wegen der Streitigkeiten in der Bundesregierung strebt Seehofer einen Koalitionsausschuss im Herbst an, um offene Fragen zu klären.

Eurokrise: CSU greift EZB-Chef Draghi scharf an

Eurokrise

CSU greift EZB-Chef Draghi scharf an

Wegen des Kurses in der Eurokrise hat Dobrinth (CSU) die EZB scharf angegriffen.

Zugleich sprach Seehofer Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Unterstützung der bayerischen Schwesterpartei aus. "Wir unterstützen die Kanzlerin in ihrer erfolgreichen Politik der Euro-Stabilisierung seit drei Jahren." Den Druck auf Griechenland will Bayerns Ministerpräsident aber hoch halten. Es dürfe keine "Schuldenunion" in Europa geben. "Diejenigen, die Hilfe erfahren, müssen die Ursachen der Hilfsbedürftigkeit beseitigen", mahnte Seehofer.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) ermunterte die Kanzlerin, angesichts der Streitereien mit CSU-Politikern über die Schuldenkrise von ihrer Richtliniengewalt Gebrauch zu machen. Der "Leipziger Volkszeitung" (Mittwochausgabe) sagte Haseloff: "Es ist die originäre Aufgabe der Bundeskanzlerin, mit ihrer Richtlinienkompetenz dafür zu sorgen, dass die Koalitionspartner eine Politik vertreten, die Deutschland außenpolitisch nicht beschädigt."

Dobrindt hatte trotz gegenteiliger Äußerungen Merkels am Wochenende erneut gesagt, an einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone führe "kein Weg vorbei". Seine Verbalattacken führten auch parteiintern zu Unmut. Die CDU-Spitze unterstützte am Montag ausdrücklich den Aufruf Merkels zur Mäßigung, auch aus der CSU kam harsche Kritik.

Kommentare (13)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

nanoflo

29.08.2012, 06:01 Uhr

Seehofer ist selbst unglaubwürdig!
Nachdem er auch eine Volksabstimmung zur Eurorettung und Verbleib von Griechenland in der Eurozone wollte!
Wie ein Fahne im Wind, einfach lächerlich das keiner den Mut hat oder die Courage(sind wahrscheinlich alles gekauft von den Banken) endlich mal Taten folgen zu lassen.Und ohne Rücksicht auf Verluste(die wir ja defacto schon haben!)einen absoluten Hilfsgelderstopp für die Griechen durchzusetzen.Gleiches gilt auch für andere Länder und die EZB Politik!
Wo bleibt der Nationalstolz, auch für die Arbeit bzw. die durch die harte Arbeit der Bürger erbrachten Steuergelder???Keinerlei Würdigung, nur Verprassen von Steuergeldern!Im Augenblick ist absolut keine PArtei Deutschlands würdig!Evtl. die "freien Wähler" die klagen wollen.????

Makrooekonom

29.08.2012, 06:03 Uhr

Welche Euro-Stabilisierung? Welche Glaubwürdigkeit? Der Euro ist in wenigen Monaten zur Weichwährung mutiert, Seehofer steuert mit diesen Sprüchen die CSU zielsicher in die Opposition. BW läßt grüßen. Die Randbemerkungen des Nobody aus dem Wirtschaftswunderland Sachsen-Anhalt sind weiteres Salz in der Wunde. Die merkelsche "Politik" wird zum Totengräber der CDU.

Demokrat

29.08.2012, 06:45 Uhr

Es wird ZEIT das Dobrindt zur ATACKE bläst und die AMIGOS aus dieser PARTEI einschlieslich diesen Bayern Verräter SEEHOFER ENTFERNT bevor er die CDU zur FDP Partei macht FDP = fast 3 %

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×