Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

09.12.2012

22:20 Uhr

Fachkräftemangel

Bundesagentur für Arbeit plant Digitaloffensive

Die Behörde will künftig weniger Energie für die klassische Jobvermittlung aufwenden. Stattdessen will BA-Chef Weise laut Positionspapier stärker gegen den Fachkräftemangel vorgehen. Helfen sollen digitale Medien.

Das übliche Vermittlungsarbeit soll bei der Bundesagentur für Arbeit künftig ein wenig in den Hintergrund treten. dpa

Das übliche Vermittlungsarbeit soll bei der Bundesagentur für Arbeit künftig ein wenig in den Hintergrund treten.

Frankfurt/MainDie Bundesagentur für Arbeit (BA) will sich künftig auf den Kampf gegen den Fachkräftemangel konzentrieren. Die klassische Vermittlung werde dann in den Hintergrund rücken und sich vor allem auf Langzeitarbeitslose konzentrieren, sagte der Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagausgabe).

Die Eckpunkte für die Neuausrichtung sind in einem Positionspapier mit dem Titel "BA 2020" festgehalten, wie die Zeitung weiter berichtet. Unter anderem soll die Präsenz in digitalen Medien ausgebaut werden, um junge Leute besser zu erreichen. "Durch moderne Informationstechnologie brauchen wir weniger klassische Verwaltungsarbeit, dafür mehr Fachleute", sagte Weise dem Blatt.

Dafür werde die Zahl der Mitarbeiter deutlich reduziert. Neue Pläne zum Stellenabbau gebe es derzeit aber nicht. Noch setzt die Behörde ein Programm zum Abbau von 17.000 Arbeitsplätzen um. Laut Weise hat die BA bislang 8.000 Stellen gestrichen. Bis Ende 2015 soll die Zahl der Beschäftigten unter 90.000 liegen.

Weise begrüßte die jüngste Verlängerung der Bezugsdauer von Kurzarbeitergeld von sechs auf zwölf Monate durch die Bundesregierung als maßvollen Schritt. Er rechne trotz der deutlichen Konjunkturabkühlung immer noch mit weniger als drei Millionen Arbeitslosen im Jahresdurchschnitt.






Kommentare (13)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

10.12.2012, 00:21 Uhr

die statistik is doch eh gefälscht ohne ende...

Lexi

10.12.2012, 00:27 Uhr

Schön, dass es durch den Umbau bei der BA endlich Fachkräftemangel gibt. In der Wirtschaft sucht man den bekanntlich vergeblich.

Aha

10.12.2012, 05:11 Uhr

Wie genau ist das denn gemeint, dass man mehr Fachleute braucht und gleichzeitig Stellen abbaut?? Mehr Beamte im gehobenen und höheren Dienst?

auf der einen Seite ist es sowieso sinnvoll sich auf Langzeitarbeitslose zu konzentrieren - ich kenne niemanden, der Ausbildung oder Studium hat der jemals eine Stelle über die ARGE gefunden hat. Den meisten Erfolg hat man überall anderswo, z.B. durchs Surfen auf Internethomepages aber niemals bei denen gehabt.

ich hatte auch nie den Eindruck dass Vermittlung deren große Stärke oder gar Aufgabe ist. Eher nur Verwaltung.

wo sie kläglich versagen sind Bereiche wie vernünftige Qualifizierung und Weiterbildung, was ich persönlich wichtiger finde als Anpassungsmaßnahme, oft aber nicht genehmigt wird oder nur in zweifelhaften Programmen endet.

wo soll eigentlich der Fachkräftemangel sein, wenn man 900 000 Stellen hat, davon sind ca. 500000 gefaket und man will ca. 5 Mio. darauf vermitteln?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×