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22.01.2011

17:06 Uhr

Fachkräftemangel

Union will Jugendliche aus Mittelmeerraum anlocken

Deutschland fehlen Tausende Fachkräfte, die Union will gegensteuern - und Jugendliche aus klassischen Gastarbeiterländern wie Portugal und Spanien nach Deutschland locken.

Fraktionsvize Fuchs: "Es gibt im Süden und Osten Europas viele arbeitslose Jugendliche, die dringend einen Job suchen." Quelle: dpa

Fraktionsvize Fuchs: "Es gibt im Süden und Osten Europas viele arbeitslose Jugendliche, die dringend einen Job suchen."

HB HAMBURG. Unionspolitiker wollen im Kampf gegen Fachkräftemangel in den Unternehmen Jugendliche aus klassischen Gastarbeiterländern wie Portugal und Spanien nach Deutschland locken.

"Es gibt im Süden und Osten Europas viele arbeitslose Jugendliche, die dringend einen Job suchen", sagte Fraktionsvize Michael Fuchs (CDU) dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Über entsprechende Pläne beriet dem Bericht zufolge eine Gruppe von Innen-, Bildungs-, Sozial- und Wirtschaftspolitikern der Union.

Favorisiert werde das Vorhaben auch deshalb, weil die Europäische Union in diesem Jahr die volle Freizügigkeit für Erwerbstätige einführt. "Es ist besser, die Arbeitskräfte aus Europa zu holen, als erneut das Zuwanderungsgesetz für Migranten aus anderen Weltregionen zu ändern", sagt der CSU-Sozialpolitiker Max Straubinger. Die Bundesregierung könne Werbeaktionen der Wirtschaft flankieren. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stehe den Plänen aufgeschlossen gegenüber. Sie will das Thema dem Bericht zufolge auf die Tagesordnung der nächsten deutsch-spanischen Regierungskonsultationen setzen.

Kommentare (14)

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Thomas Melber, Stuttgart

22.01.2011, 18:35 Uhr

Das deutsche Volk ist der CDU eben nicht mehr gut genug.

ist wieder Märchenstunde?

22.01.2011, 19:03 Uhr

und als Gegenleistung schicken wir die Jugendlichen in Deutschland, die im Übergangssystem landen und keinen Ausbildungsplatz bekommen, die Wartesemester drehen, weil sie keinen Studienplatz bekommen, die keine gute Schulbildung genießen durften in Hauptschulen, die zu schlecht schulisch ausgebildet worden.......... nach Südeuropa. Wir tauschen einfach alle bevölkerungen einmal aus - die Deutschen wandern weiter nach Norden ab, Südeuropa in die Mitte.... iren in die USA und Polen nach irland. Und wenn dann alle umgezogen sind wird man merken, dass auch die neuen Arbeitnehmer überall steigende Löhne und Perspektiven haben wollen.

lt. Statistikamt bund gibt es in Deutschland derzeit 8,6 Mio Unterbeschäftigte - neben der offiziellen Arbeitslosenrate von ca. 7% gibt es die Unterbeschäftigungsrate von 22% -- damit liegen wir EU-Weit auf Rang 23 von 27 --- also mit das meiste nicht genutzte Arbeitskräftepotential. Spanien liegt in der Tat zusammen mit Lettland noch schlechter auf Rang 27. Dort beträgt auch die offizielle Arbeitslosigkeit 20%. Aber vielleicht lesen Politiker ja nicht die berichte von Eurostat und dem statistischem bundesamt.

und es wird immernoch behauptet Europa würde der Wachstumsstärkste Raum der Welt werden? Nun ja, also Europa braucht gar nicht so viele Arbeitskräfte wie es hat angesichts stetig steigender Produktivität und Automatisierung. Das ist ja weltweit ein Problem: es werden einfach weniger in der Produktion gebraucht - Mangel gibt es wohl eher in den Sektoren, wo Steuergelder fließen müssen z.b. zukünftig in der Pflege.

FachkräfteMangel gibt es nicht - das ist die dämlichste Lüge, die es je in derart penetranter Weise in die Propagandamaschinerie geschafft hat. Es gibt auch keinen Mangel an Sand in der Wüste und ebenso kann es bei einem 82 Mio Volk keinen Mangel geben - auch nicht bei 400 Mio Europäern in der EU.

Mangel gibt es nur bei ECHTER Vollbeschäftigung - die haben wir nicht.... sonst würden die Löhne steigen und auch Weiterbildung aktiv betrieben werden.

in vielen branchen wird Personal abgebaut und zukünftig eher weniger Personal benötigt werden. Selbst der Nationale bildungsbericht 2010 konstatiert einen Mangel erst nach 2025 und auch dann nur in bestimmten branchen - namentlich Gastronomie, Pflege, Soziales, Reinigung.... ja lesen Politikbonzen denn nicht den nationalen bildungsbericht? Lesen sie auch nicht die Expertisen des DiW (brenke)?

viele Fachkräfte verlassen Deutschland, weil sich die Löhne hier zu schlecht entwickeln, die Perspektiven schlecht sind, keine Aufstiegschancen, nicht genug Arbeitsplätze für alle - zumindest echte und gut bezahlte Stellen... etc..... und diese Verluste gleicht man demnächst aus Südeuropa aus? Vielleicht gehen die auch eher anderswo hin, wo man noch besser verdienen kann z.b. ... an welches Qualifikationsniveau hat man denn da gedacht? Kann es vielleicht sein, dass in vielen anderen Ländern mittlerweile viele besser ausgebildet sind als hier, weil hier zu viele schlecht ausgebildet werden?

ich kann mir gar nicht vorstellen, dass in Spanien mehr informatiker ausgebildet werden als hier - wenn ja, würd ich mir mal ein anderes bildungssystem überlegen.

fassen wir zusammen: Deutschlandweit, Europaweit und Weltweit gibt es eine exorbitante Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung. Es fehlt an gut bezahlter Areit, nicht an Arbeitslosen, die arbeiten möchten. Am liebsten würde fast jeder in der Heimat arbeiten - doch in fast allen Ländern fehlt es derzeit an genügend Arbeitsplätzen für alle.

Margrit Steer

22.01.2011, 19:05 Uhr

Ach da gibt es viele arbeitslose Jugendliche?
Und Herr Fuchs glaubt, die sind dann alle so toll ausgebildet und genau die Facharbeiter die wir brauchen?
Wie blöde und zynisch ist dieser Typ eigentlich?
Wir haben selbst eine enorm hohe Jugendarbeitslosigkeit.
Diese Vaterlandsverräter sollte man mit dem baseball-Schläger endlich verjagen und zwar quer durch alle Parteien sind offenkundig nur noch Vaterlandsverräter, die offenbar nur noch ein einziges Ziel haben: Deutschland völlig zu zerstören
Derzeit wird kräftig der Weg geebnet für wirklich radikale Parteien, sind diese idioten in berlin sich dessen eigentlich bewußt?

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