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10.07.2017

12:47 Uhr

Fachkräftemangel

Viele Betriebe wollen Mitarbeiter nach Renteneintritt halten

Jeder dritte Betrieb versucht seine Mitarbeiter über den Rentenbeginn hinaus zu beschäftigen. Gerade Kleinbetriebe bemühen sich darum, weil sie schlechte Chancen haben, Stellen adäquat neu zu besetzen.

Im Wirtschaftszweig „Maschinen, Elektrotechnik, Fahrzeuge“ versuchte sogar annähernd jeder zweite Betrieb seine Mitarbeiter über den Rentenbeginn hinaus zu halten. dpa

Fachkräftemangel

Im Wirtschaftszweig „Maschinen, Elektrotechnik, Fahrzeuge“ versuchte sogar annähernd jeder zweite Betrieb seine Mitarbeiter über den Rentenbeginn hinaus zu halten.

BerlinJeder dritte Betrieb in Deutschland versucht, Mitarbeiter über ihren Rentenbeginn hinaus weiter zu beschäftigen. Und über 80 Prozent der Arbeitnehmer schlagen ein, wenn dieser Wunsch an sie herangetragen wird, wie sich aus einer am Montag verbreiteten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ergibt. Kürzere und flexiblere Arbeitszeiten seien dabei die wichtigsten Maßnahmen gewesen, um die Mitarbeiter zu halten.

„Der Wunsch, Mitarbeiter zu halten, wird maßgeblich durch Fachkräfteengpässe bestimmt“, erklärten die Forscher, die sich auf eine Befragung von rund 13.000 Betrieben zur Beschäftigung im Jahr 2015 stützten. Diese spielten insbesondere im verarbeitenden Gewerbe eine Rolle. Während in der Öffentlichen Verwaltung demnach nicht einmal jeder sechste Betrieb den Versuch unternahm, rentenberechtigte Mitarbeiter zu halten, war dies im Wirtschaftszweig „Maschinen, Elektrotechnik, Fahrzeuge“ annähernd jeder zweite Betrieb (43 Prozent).

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Dabei bemühen sich Kleinbetriebe fast dreimal so häufig wie größere Betriebe, ihre Mitarbeiter zu halten. Dies erklärten die Forscher damit, dass die Kleinbetriebe schlechtere Chancen hätten, ausscheidende Mitarbeiter adäquat zu ersetzen. Der Studie zufolge erreichten 2015 rund 650.000 Mitarbeiter die Rentenberechtigung oder waren bereits rentenberechtigt. In gut 170.000 Fällen wollten Betriebe ihre Mitarbeiter halten. Dies sei ihnen bei knapp 145.000 Beschäftigten gelungen.

Die in diesem Jahr mit dem Flexirenten-Gesetz eingeführten Regelungen werden laut Studie in den Betrieben positiv eingeschätzt. Besonders hoch sei die Zustimmung zum Wegfall der Arbeitslosenversicherungsbeiträge und zu den großzügigeren Hinzuverdienstmöglichkeiten im Rahmen einer Teilrente.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Novi Prinz

10.07.2017, 13:19 Uhr

Mit Sicherheit wird man nicht jeden Mitarbeiter länger behalten wollen , sondern nur die schwer ersetzbaren. Was man hat , weiß man !

Herr Peter Spiegel

10.07.2017, 13:30 Uhr

Da wander Millionen von Facharbeitern zu und jetzt steht in der Zeitung, das Rentner länger arbeiten sollen. Hier lügt doch einer ?

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