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27.05.2015

19:06 Uhr

Fall Edathy

Generalstaatsanwalt Lüttig muss vor Untersuchungsausschuss

Der unter dem Verdacht des Geheimnisverrats stehende Generalstaatsanwalt Lüttig muss am 11. Juni vor dem Edathy-Ausschuss aussagen. Er soll Informationen auch an Ex-Bundespräsident Wulff weitergegeben haben.

Der Celler Generalstaatsanwalt Frank Lüttig soll am 11. Juni vor dem Edathy-Ausschuss des Bundestages aussagen. Er steht unter dem Verdacht, Edathy vor Kinderporno-Ermittlungen gegen ihn  gewarnt zu haben. dpa

Edathy-Ausschuss lädt Generalstaatsanwalt vor

Der Celler Generalstaatsanwalt Frank Lüttig soll am 11. Juni vor dem Edathy-Ausschuss des Bundestages aussagen. Er steht unter dem Verdacht, Edathy vor Kinderporno-Ermittlungen gegen ihn gewarnt zu haben.

BerlinDer Celler Generalstaatsanwalt Frank Lüttig soll am 11. Juni vor dem Edathy-Ausschuss des Bundestages aussagen. Das Gremium hatte Lüttig, der im Verdacht des Geheimnisverrats steht, erstmals für den 21. Mai zur Befragung nach Berlin eingeladen. Damals hatte er jedoch kurz vorher abgesagt und ein Attest vorgelegt, nach dem er derzeit „vernehmungsunfähig“ sei. Nun hat der Ausschuss ihn nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur erneut geladen. Es wird davon ausgegangen, dass Lüttig der Ladung dieses Mal auch folgt.

Gegen den Generalstaatsanwalt wird bereits seit mehr als drei Monaten in Niedersachsen wegen möglichen Geheimnisverrats ermittelt. Er steht im Verdacht, in den Verfahren gegen den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy und Ex-Bundespräsident Christian Wulff Informationen weitergegeben zu haben. Lüttig ist seither offiziell krankgeschrieben und lässt seine Arbeit ruhen.

Der Untersuchungsausschuss will den Zeugen unter anderem dazu befragen, mit wem er zwischen Oktober 2013 und Februar 2014 über den Kinderporno-Verdacht gegen Edathy gesprochen hat. Edathy hatte im Februar 2014 sein Bundestagsmandat niedergelegt. Kurz darauf wurden die Ermittlungen gegen ihn publik. Der Ausschuss soll herausfinden, wer Edathy vor den Kinderporno-Ermittlungen gewarnt haben könnte.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Manfred Zimmer

28.05.2015, 09:41 Uhr

Beobachten Sie doch selbst einmal, was so in Niedersachsen los ist!

Ich möchte den Fall Edathy nicht beschönigen, keineswegs. In Köln sagt man dazu: Klüngel!

Tatsächlich haben wir doch in der Juristerei einen tiefen Riss. Einen Riss, derart, dass die einen über die Klinge springen und bei den anderen "kein öffentliches Interesse an einer Aufklärung besteht".

Gogglen Sie nach: Richter Fahsel a.D. Stuttgart

Herr reiner tiroch

02.06.2015, 20:12 Uhr

geht es mit Edathy desshalb nicht weiter und bleibt er ungeschont, weil auf der Liste der 1500 Namen hunderte Politiker drauf sind? wir haben die grüne Kinderbumspartei, und alle Parteien unterschrieben artig beim Trittin damals.
in England ist bei denen ohen Bumsliste rausgekommen, dass hunderte Politiker darin beteiligt waren. ist es auch so bei uns? oder was? weil sich keiner mehr erinnern kann?

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