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05.12.2016

09:48 Uhr

Fall Freiburg

Politiker warnen vor Hetze gegen Flüchtlinge

Nach dem Tod einer 19 Jahre alten Studentin in Freiburg ist ein 17-Jähriger festgenommen worden – ein unbegleiteter Flüchtling aus Afghanistan. Politiker warnen nun vor einem Generalverdacht.

Im Fall der getöteten Studentin hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. dpa

Freiburg

Im Fall der getöteten Studentin hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst.

StuttgartNach der Tötung einer Studentin in Freiburg warnen Politiker davor, das Verbrechen zur Stimmungsmache gegen Flüchtlinge zu missbrauchen. Als mutmaßlicher Täter war ein 17 Jahre alter Flüchtling aus Afghanistan festgenommen worden. Die Ermittler wollen erneut Zeugen befragen und Videos sichten.

„So bitter es ist: Solche abscheulichen Morde gab es schon, bevor der erste Flüchtling aus Afghanistan oder Syrien zu uns gekommen ist“, sagte Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) der „Bild“ (Montag). „Wir werden nach solchen Gewaltverbrechen - egal, wer sie begeht - keine Volksverhetzung zulassen.“

Die 19 Jahre alte Studentin war Mitte Oktober vergewaltigt worden, ihre Leiche wurde im Fluss Dreisam gefunden. Sie ertrank. Die Medizinstudentin war mit ihrem Fahrrad auf dem Heimweg von einer Uni-Party gewesen, als sie Opfer der Verbrechens wurde.

Der Mordverdächtige war im Jahr 2015 nach Deutschland eingereist und lebte danach als minderjähriger unbegleiteter Flüchtling bei einer Familie. Nach seiner Festnahme am Freitag in Freiburg äußerte sich der Jugendliche ohne Vorstrafen den Ermittlern zufolge bislang nicht.

Auch gebe es bisher keinen Hinweis darauf, dass sich der Flüchtling und das Opfer kannten, sagte die Polizeisprecherin. Ein 18,5 Zentimeter langes blondiertes schwarzes Haar am Tatort hatte die Ermittler auf die Spur gebracht.

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende Julia Klöckner sagte der „Bild“: „Solche Grausamkeiten werden leider von In- wie Ausländern begangen, das ist leider kein neues Phänomen.“ Auch CSU-Innenexperte Stephan Mayer warnte davor, alle Migranten und Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen.

AfD-Bundeschef Jörg Meuthen meinte hingegen: „Wir sind erschüttert über diese Tat und erleben gleichzeitig, dass unsere Warnungen vor der ungesteuerten Einreise Hunderttausender junger Männer aus patriarchalisch-islamischen Kulturkreisen als populistisch abgewertet wurden.“ Die bisherige Rechtslage, DNA-Proben nicht nach Ethnie zuzuordnen, bezeichnete Meuthen als skandalös.

Für Kritik sorgte der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, der der „Bild“ sagte: „Dieses und viele andere Opfer würde es nicht geben, wäre unser Land auf die Gefahren vorbereitet gewesen, die mit massenhafter Zuwanderung immer verbunden sind.“ Der SPD-Vizevorsitzende Ralf Stegner nannte die Äußerungen „politisch widerlich und dümmer als die Polizei erlaubt“.

Die Ermittler wollen im Freiburger Fall nun erneut Zeugen befragen. Wie eine Polizeisprecherin am Montag mitteilte, werden unter anderem Gäste der Studentenparty befragt, auf der das Opfer zuvor gewesen war. Fotos der Feier werden erneut gesichtet - ebenso wie Videomaterial aus der Straßenbahn, in der der Verdächtige in der Tatnacht gefahren war. Die Auswertungen sollen helfen, den genauen Tathergang zu rekonstruieren.

Das Kriminaltechnische Institut des Landeskriminalamts gibt an diesem Montag in Stuttgart zudem Einblicke in die Auswertung und Analyse von Spuren - dabei soll es auch um die Sicherung und Auswertung von DNA-Spuren gehen. Der Termin war bereits vor der Festnahme in Freiburg geplant.

Von

dpa

Kommentare (14)

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Account gelöscht!

05.12.2016, 10:09 Uhr

Ach so ist das...das "Liebe Bild" der achso lieben illegalen Einwanderer in unser Sozialsystem und unsere Gesellschaft soll keinen Schaden nehmen und darum sollen sich Frauen in Deutschalnd weiter von den Gästen Merkel vergewaltigen, ausrauben und erstechen lassen.
So ist das also...!

Novi Prinz

05.12.2016, 10:29 Uhr

Die gefühlte Unsicherheit passt nicht zur Statistik.

Herr Leo Löwenstein

05.12.2016, 10:35 Uhr

Erst mal muss man die Kirche im Dorf lassen. Ja, das hat es schon vorher gegeben und wird es auch weiterhin geben. Die Wahrscheinlichkeit könnte steigen, wenn man sich anschaut, aus welchem mittelalterlichen Gesellschaften viele junge Flüchtlinge kommen. Aber die Einarmlänge-Reker hat ja schon erklärt, wie man das verhindern kann.

Sollte er es getan haben, dann kann es nur Gefängnis und die Abschiebung (ohne Abschiebegeld) geben mit lebenslangem Einreiseverbot. Bei erneuter Einreise, Haft und Abschiebung. Kein Asyl mehr möglich.

Was mich wundert ist, dass hier offen von einem Flüchtling gesprochen wird. Normalerweise wird die Identität eines mutmaßlich ausländischen Täters möglichst von der Presse unterbunden. Also müssen sich die Ermittlungsbeamten und sogar die Presse sehr sicher sein, dass er es war.

Insgesamt gehören sämtliche ausländische Straftäter sofort ausgewiesen, auch wenn derjenige zum xten mal beim Stehlen oder Drogen dealen erwischt wird. Das Asylrecht erlischt mit sofortiger Wirkung, Haftstrafe, dann Abschiebehaft.

Wir haben genug deutsche Straftäter, die wir behalten müssen, die anderen sollten wir zurückschicken, die haben hier nix zu suchen. Wenn man da endlich mal ordentlich durchgreifen würde, dann würde es auch besser werden.

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