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09.12.2012

16:25 Uhr

Fall Glaeseker

Zeugin erhöht Druck auf Altpräsident Wulff

Im Korruptionsverfahren gegen den Ex-Präsidentensprecher widerspricht eine neue Zeugin Wulffs Aussage in mehreren Punkten. Laut Medienbericht soll er demnach mehr von Glaesekers Urlauben gewusst haben, als er sagt.

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff bei einer Gedenkveranstaltung in Berlin. dapd

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff bei einer Gedenkveranstaltung in Berlin.

FrankfurtIm Korruptionsverfahren der Staatsanwaltschaft Hannover gegen den früheren Sprecher von Altbundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, gibt es laut einem Medienbericht eine neue Zeugin. Sie widerspricht Wulffs Aussage bei der Staatsanwaltschaft in mehreren Punkten, wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" vorab berichtete.

Die Zeugin will während eines Urlaubs im Frühjahr 2010 erlebt haben, wie Glaeseker und der Eventmanager Manfred Schmidt nacheinander vom Mobiltelefon Glaesekers aus mit Wulff sprachen. Eine weitere Quelle bestätigte der Zeitung den Vorgang. Aus der Gesprächssituation sei demnach erkennbar gewesen, dass Glaeseker mit Schmidt seinen Urlaub verbringe.

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Die Ermittler werfen Glaeseker Bestechlichkeit vor. Er habe von 2007 bis 2009 Sponsoren für den umstrittenen Nord-Süd-Dialog geworben, den der Unternehmer Manfred Schmidt veranstaltete. Dabei handelte es sich um drei Partys mit mehr als 800 prominenten Gästen, bei denen Schmidt etwa 870.000 Euro verdiente. Als Gegenleistung soll Glaeseker kostenlos Urlaube bei Schmidt verbracht haben. Wulff hatte erklärt, er habe von den Gratistrips kaum etwas gewusst und mit Glaeseker während dessen Urlauben nie Kontakt gehabt.

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt auch gegen Schmidt. Glaeseker und Schmidt weisen die Vorwürfe zurück und berufen sich auf eine schon länger bestehende, intensive Freundschaft. Mit dieser seien sie offen umgegangen, auch gegenüber Wulff.

Kommentare (10)

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Mazi

09.12.2012, 16:41 Uhr

Gibt es für Politiker überhaupt noch Werte?

DrCoaleonesErbengemeinschaft

09.12.2012, 16:48 Uhr

Ja, die des Bimbes; denn von nichts kommt nichts.

Vicario

09.12.2012, 17:29 Uhr

Er spiel das Spiel munter weiter....das zugeben, was er nicht widerlegen kann ! Aber jetzt hat er ja auch viel mehr Zeit und Ruhe für die Fortführung......nur schade, dass uns dieses Schmarotzertum 2 Mio € Steuergelder im Jahr kostet...einige Harzler hätten dies nötiger...?

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