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01.10.2014

20:18 Uhr

Falschbericht der ARD

Tagesthemen ziehen Ukraine-Bericht zurück

Die ARD muss einen fehlerhaften Bericht über die Krise in der Ukraine zurückziehen. In einem Nachrichtenbeitrag wurde Separisten die Tötung von zwei Menschen vorgeworfen. Neue Erkenntnisse widerlegen diese Behauptung.

Fehler im Bericht: Tagesschau-Chefredakteur Kai Gniffke muss ein ARD-Nachrichtenbeitrag zur Ukraine zurückziehen. dpa - picture-alliance

Fehler im Bericht: Tagesschau-Chefredakteur Kai Gniffke muss ein ARD-Nachrichtenbeitrag zur Ukraine zurückziehen.

HamburgDie ARD-Tagesthemen ziehen einen Beitrag über den Ukraine-Konflikt zurück. Es geht um eine Sendung vom 20. Mai. Darin hatte Moskau-Korrespondent Udo Lielischkies über den Tod zweier Anwohner in Krasnoarmeysk im Osten der Ukraine berichtet. Diese seien durch die „Kugeln der neuen Machthaber“ – also der Separatisten – gestorben, hieß es damals. Der Korrespondent habe diese Darstellung nach erneuter Recherche nun korrigiert, teilte ARD-aktuell am Mittwoch mit.

Eine Überprüfung der Fakten habe ergeben, dass die tödlichen Schüsse von einem ukrainischen Freiwilligen-Bataillon abgefeuert worden seien. Tagesthemen-Moderator Thomas Roth wollte dies in der Sendung erklären und sich entschuldigen. Der Beitrag wurde bereits aus der Mediathek entfernt.

Kai Gniffke, Erster Chefredakteur von ARD-aktuell sagte: „Wir nehmen den Fehler sehr ernst.“ Der dpa sagte er: „Es geht darum, offenkundig zu machen, dass diese Information nach heutigem Wissen nicht standhält. Wenn man so etwas hinterher erfährt, muss man es korrigieren.“ Er betonte: „Das ist nicht schön, aber das machen wir auch, um das Vertrauen der Zuschauer zu erhalten.“

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Paul Müller

01.10.2014, 20:44 Uhr

Tja, aber die Meldung ist raus, genau wie die Sanktionen gegen Russland. Die Menschen wurden manipuliert. Es wurden Fakten geschaffen. Maidan, Odessa, MH17. Läuft also alles wie geplant.

Herr Heiko Heyne

02.10.2014, 08:53 Uhr

Vielleicht wäre es einfacher besser zu recherchieren! Aber der westliche Journalismus dient nur noch zur Manifestierung der europäischen Politik. Die ARD will das Vertrauen der Zuschauer erhalten? Zu spät!

Herr Peter Maus

02.10.2014, 12:08 Uhr

Dieser Artikel suggeriert, dass die Informationsinhalte seitens der ARD ‚objektiv‘ geprüft und Falschmeldungen einer Prüfung und Berichtigung unterliegen. Dass lässt sich bei eindeutigen fehlerhaften Behauptungen naturgemäß schnell erledigen und wird sicherlich auch getan.

Bei ‚subjektiven‘ Meinungsbildern und deren Verbreitungen ist dies ungemein schwerer, da sich jeder darauf zurückziehen kann nichts behauptet, sondern lediglich Vermutungen geäußert zu haben.
(Siehe Berichterstattung: Ukraine-Krise, Europa-Politik, AFD, TTIP, Energie-Wende,…..)
Betrachtet man die Umsetzung des Informationsauftrag diesbezüglich in der Praxis, muss man in der jüngsten Vergangenheit feststellen, dass sich die ‚öffentlich Rechtlichen‘ zu einem Sprachrohr der Regierungsmeinung mutiert ist.
Der Trend zum Staatsfernsehen und der Transformation der GEZ-Gebühren zu eine regulären Steuer ist unübersehbar.

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