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09.08.2011

12:05 Uhr

Familien

Wieder mehr Adoptionen in Deutschland

Die Anzahl der neu adoptierten Kinder ist erstmals seit 17 Jahren wieder gestiegen. Die Zahl der Bewerber ging leicht zurück. Damit steigen seit langem die Chancen wieder leicht an, ein Kind annehmen zu können.

Ein neugeborenes Kind. Quelle: dpa

Ein neugeborenes Kind.

WiesbadenErstmals seit 17 Jahren sind in Deutschland wieder mehr Kinder adoptiert worden. Die Zahl der Bewerber für ein Adoptivkind ging 2010 zugleich aber weiter zurück - auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die Chance, ein Kind annehmen zu können, sei damit leicht gestiegen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte.

4021 Babys, Kinder und Jugendliche wurden 2010 adoptiert, 3,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings war die Zahl der angenommenen Kinder zwischen 2004 und 2009 auch um knapp ein Viertel gesunken. Und mehr als die Hälfte aller adoptierten Kinder (2184) wurde von ihren Stiefeltern angenommen, also von einem neuen Partner eines leiblichen Elternteils. 168 Minderjährige wurden von Verwandten adoptiert und nur 1669 kamen in fremde Familien.

Der Anteil der Kleinkinder nahm weiter leicht zu: Rund ein Drittel (plus zwei Prozentpunkte) aller Adoptivkinder waren jünger als drei Jahre. Bei den sogenannten Fremdadoptionen waren sogar fast zwei Drittel (63 Prozent) noch nicht im Kindergartenalter.

Genau 944 Kinder und Jugendliche waren 2010 für eine Adoption vorgemerkt, gut 15 Prozent mehr 2009. Zugleich ging die Zahl der Bewerber um rund zehn Prozent auf 6460 zurück. „Rechnerisch standen damit einem zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen sieben mögliche Adoptiveltern gegenüber“, so die Statistiker. Im Vorjahr waren es noch neun.

Von

dpa

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