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14.03.2012

16:36 Uhr

Familienbericht

Schröder will Elternzeit flexibler machen

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will die Elternzeit zeitlich flexibler gestalten und auch Großeltern einbeziehen. Eine Abschaffung des Ehegattensplittings ist jedoch kein Thema.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) stellte den achten Familienbericht vor. dpa

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) stellte den achten Familienbericht vor.

BerlinBundesfamilienministerin Kristina Schröder will die Elternzeit flexibler gestalten und Großeltern zur Betreuung ihrer Enkel eine Job-Auszeit verschaffen. Die Ministerin macht sich damit Forderungen des von Sachverständigen erstellten achten Familienberichtes zu eigen, der am Mittwoch vom Bundeskabinett verabschiedet wurde.

Die Studie zeige, dass das alltägliche Familienleben von Zeitknappheit und Zeitkonflikten gekennzeichnet sei, sagte die CDU-Politikerin. Der Wunsch nach mehr Zeit für die Familie rangiere bei Eltern weit vor dem Wunsch nach mehr Geld oder einer besseren Kinderbetreuung. Die Autoren machen sich daher für flexiblere Arbeitszeitmodelle in den Betrieben stark.

Schröder betonte, zunehmend mehr Väter machten von der Elternzeit Gebrauch. Mütter könnten dadurch häufiger nach dem ersten Lebensjahr des Kindes wieder in den Beruf zurückkehren. Noch in dieser Legislaturperiode will Schröder durchsetzen, dass Eltern künftig zwei Drittel (24 Monate) der ihnen zustehenden dreijährigen Elternzeit flexibel bis zum 14. Lebensjahr des Kindes nehmen dürfen.

Bislang sind nur zwölf Monate auf einen späteren Zeitpunkt übertragbar und auch nur bis zum achten Lebensjahr des Kindes. Eltern sollten so auch in späteren Phasen, etwa dem Übertritt auf eine weiterführende Schule, mehr Zeit für ein Kind erhalten, erläuterte die Ministerin.

Schröder plant zudem die Einführung eines Anspruchs auf Großelternzeit. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, für die Betreuung ihrer Enkel eine Zeit lang ihre Berufstätigkeit zu verringern oder auszusetzen. Dies sei eine angemessene Antwort auf das Bedürfnis von Familien, sich gegenseitig zu unterstützen, erläuterte Schröder.

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