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02.09.2011

15:44 Uhr

Familienehre

Für Guttenbergs Vater zählt Glaubwürdigkeit

Während Karl-Theodor in den USA weilt, beschäftigt seinen Vater die Plagiatsaffäre vom Frühjahr. Für Enoch zu Guttenberg muss sein Sohn die Glaubwürdigkeit der Familie wiederherstellen - und damit ihre Identität.

Enoch Freiherr zu Guttenberg. dapd

Enoch Freiherr zu Guttenberg.

HamburgDem Vater von Karl-Theodor zu Guttenberg macht die Plagiatsaffäre seines Sohnes noch immer zu schaffen. Ein halbes Jahr nach dem Rücktritt seines Sohnes als Verteidigungsminister sagte Enoch zu Guttenberg, die Identität seiner Familie sei die Glaubwürdigkeit - „aus der haben wir gelebt“.

Er sage „gleichzeitig, dass es an meinem Sohn ist, diese Glaubwürdigkeit - wie auch immer - wiederherzustellen“. Der 65-Jährige trat gestern in der ARD-Sendung „Beckmann“ auf, und war sichtlich bewegt.

Enoch zu Guttenberg fügte hinzu, dies werde hoffentlich gelingen. Der Dirigent ließ jedoch keinen Zweifel daran, dass sein Sohn trotz der Sorge um die Familienehre auf ihn zählen kann: „Ich werde immer meine Kinder lieben, egal was passiert, und zu ihnen stehen.“

Karl-Theodor zu Guttenberg war Anfang März vom Amt des Verteidigungsministers zurückgetreten. Nach Ansicht der Universität Bayreuth hat er in seiner Dissertation vorsätzlich abgeschrieben. Die CSU hofft jedoch, dass ihr einstiger Star irgendwann zurückkehren wird.

Enoch zu Guttenberg richtete schwere Vorwürfe an die Medien: „Journalisten haben einfach bei uns mehrfach Hausfriedensbruch begangen.“ Und damit nicht genug: Es sei versucht worden, Mitarbeiter von ihm „mit 25.000 Euro zu bestechen“. Das Ziel: „Dinge aus unserer Familie zu erfahren, die es gar nicht gibt.“

Kommentare (3)

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wirtschaftsweiser

02.09.2011, 15:59 Uhr

und was hat er ihm beigebracht? LÜGEN !!!
wenn die nur einen Funken Anstand hätten, dann würden die sich ihm letzten Loch verkriechen und dort zu Knarre greifen

joly

02.09.2011, 17:10 Uhr

Ich habe diese Sendung gesehen. Zu unserem ex-Adelsminister und seiner Adelsclique folgendes: "Bürger sind die letzte Stufe vor dem Menschen." Dieses BonMot wird bei adligen Geselligkeiten gerne als Nettigkeit zum Besten gegeben( so zu sehen im öffentlichen Fernsehen vor ca. 1 Jahr). Seien wir also als Normalos froh, dass hier ein mit allen Mitteln bestens ausgestatteter "vonzuauf" demonstrierte wie man als Tiger losspringt und als verlauster Flokati landet. Lügen, Betrug, Intrigen, Halbwahrheiten, Manipulation und Arroganz... was noch alles hat er uns zugemutet. Wir sollten diese Clique gesetzlich von der Macht und demokratischen Ämtern fernhalten. Verbannen wir sie doch auf Positionen wie Frühstücksdirektoren, Attachees und Diktatorenunterhalter. Zu viel mehr eignet sich blaues Blut nicht mehr.

Account gelöscht!

29.09.2011, 16:31 Uhr

"eltern haften für ihre Kinder" ist mit dem 18ten Lebensjahr abgeschlossen.
für Enoch zu Guttenberg spricht sicher sein bedauern und keine herabspielung.
doch wie sein sohn so hat auch Enoch ständig versucht vor der gesellschaft der "schönen und reichen" zu bestehen. ihm ist es offenbar besser gelungen.
Karl-Theodor wird nicht den mut haben die wahrheit zu benennen. nun zieht er aus in die große weite welt, doch richtig glücklich wird er wohl nicht werden.
ebenso wie der gute Helmut Kohl. soll er zugeben, dass die 5 mil. in seiner tasche gelandet sind? so zerrt er von dem letzten rest anerkennung. Helmut Schmidt ist körperlich in einer ähnliche verfassung, doch er scheint mit dem leben zufriedener zu sein und mit dem was er ist und getan hat. auch wenn ich nicht immer seiner meinung bin, so höre ich ihm gerne zu.
LG L.Birdy

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