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14.01.2010

14:06 Uhr

Familienförderung

Köhler will Teilzeit-Elterngeld 2011

Wer Arbeit und Elternzeit verbinden will, soll bald ein Teilzeit-Elterngeld bekommen können. Familienministerim Köhler will die entsprechende Passage im Koalitionsvertrag rasch umsetzen – Die neue Regelung könnte für viele junge Paare ein gutes Argument zur Familiengründung liefern.

Familienministerin Köhler: Teil-Elterngeld kommt 2011. Reuters

Familienministerin Köhler: Teil-Elterngeld kommt 2011.

HB BERLIN. Bundesfamilienministerin Kristina Köhler will das im Koalitionsvertrag vereinbarte Teilelterngeld rasch umsetzen. Das entsprechende Gesetz, wonach die Leistung bis zu 28 Monate lang bezogen werden kann, solle 2011 in Kraft treten, sagte die CDU-Politikerin der „Bild“-Zeitung zufolge. Die Mehrkosten bezifferte sie demnach auf rund 120 Mio. Euro. Damit könnten „junge Menschen, die Angst haben, aus dem Beruf herauszugehen, aber gerne Zeit für ihre Kinder haben möchten, Teilzeit arbeiten“, sagte sie im ARD-„Morgenmagazin".

Das wegfallende Einkommen könne durch das Teil-Elterngeld über einen Zeitraum von bis zu 28 Monaten ersetzt werden. „Das möchten wir gleich in der nächsten Legislaturperiode einführen“, so die Ministerin. Der Vorteil: Junge Eltern treten im Job kürzer und verdienen trotzdem so viel wie in ihrer Vollzeitstelle. Für die Kinder bleibt mehr Zeit. Zudem könnten die frisch gebackenen Eltern den Kontakt zum Unternehmen halten.

Außerdem kündigte Köhler an, die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf verbessern zu wollen. „Viele Frauen und Männer um die 50 stehen plötzlich vor dem Problem, dass sie ihren Beruf komplett aufgeben müssen, um ihre Eltern zu pflegen“, betonte sie und ergänzte dem Bericht zufolge: „Ich setze mich dafür ein, dass die Betroffenen künftig reduziert arbeiten können - und zwar ohne zu große Einkommenseinbußen.“

Im Streit über das ab 2013 geplante Betreuungsgeld widersprach die Ministerin laut „Bild“ der CSU, die Leistung grundsätzlich in bar auszuzahlen: „Der Koalitionsvertrag lässt offen, ob das Geld in bar oder als Gutschein ausgezahlt wird. Deshalb sage ich ganz klar: Keine Lösung ist vom Tisch.“ Köhler appellierte zudem an den Deutschen Städte- und Gemeindebund, den Ausbau der Kitaplätze wie geplant voranzutreiben.

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