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11.04.2011

08:07 Uhr

Familienförderung

Schröder streicht Elterngeld-Erhöhung

Der Koalitionsvertrag der schwarz-gelben Regierung ließ viele Eltern auf mehr Geld hoffen. Daraus wird aber nichts. Nach einem Zeitungsbericht streicht Familienministerin Schröder die Erhöhung aus "finanziellen Gründen".

Bundesfamilienministerin Kristina Schroeder beim Besuch einer Kinderbetreuung. Quelle: dapd

Bundesfamilienministerin Kristina Schroeder beim Besuch einer Kinderbetreuung.

Berlin/München

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" Pläne zur Verbesserung des Elterngeldes gestoppt. Ihr parlamentarischer Staatssekretär Hermann Kues sagte im Familienausschuss des Bundestages nach Angaben von Abgeordneten, bei diesem Thema seien keine Veränderungen zu erwarten. Ein Ministeriumssprecher bestätigte der "Süddeutschen Zeitung", dass entgegen den Ankündigungen im Koalitionsvertrag "eine Weiterentwicklung des Elterngeldes im Moment aus finanziellen Gründen nicht darstellbar" sei.

Bisher können Eltern nach der Geburt eines Kindes maximal 14 Monate Elterngeld bekommen. Zwölf Monate sind für den einen Partner vorgesehen; zwei weitere Monate finanziert der Staat nur, wenn der andere Partner - meist der Vater - ebenfalls Elterngeld beantragt. Diese Vätermonate sollten laut Koalitionsvertrag ausgeweitet werden.

Unionsabgeordnete hatten 2009 dafür plädiert, dass aus zwei Vätermonaten vier werden sollten. Der Anspruch der Mütter wäre damit gleich geblieben; Väter hätten ihre Babypause verlängern können. Das hätte jedoch die Kosten des Elterngeldes - derzeit etwa vier Milliarden Euro jährlich - erhöht, weshalb das Familienministerium dem Blatt zufolge diesen Plan nun nicht mehr verfolgt.

Das Statistische Bundesamt stellt der Zeitung zufolge in einer neuen Berechnung fest, dass derzeit fast 24 Prozent aller Väter nach Geburt eines Babys kurzzeitig aus dem Job aussteigen. Die aktuellen Zahlen weisen für die Länder Bayern, Berlin und Sachsen sogar eine Quote von etwa dreißig Prozent aus.

Kommentare (5)

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Thomas-Melber-Stuttgart

11.04.2011, 08:36 Uhr

Eine alternativlose Entscheidung - Kinder und Familien sind eben nicht systemrelevant.

Account gelöscht!

11.04.2011, 08:53 Uhr

Prima Lösung : wir haben Geld für Verschwender in Griechenland, Irland und Portugal, aber kein Geld für Kinder.

In der Regierung sitzen die letzten Schmarotzer!

Account gelöscht!

11.04.2011, 08:53 Uhr

Prima Lösung : wir haben Geld für Verschwender in Griechenland, Irland und Portugal, aber kein Geld für Kinder.

In der Regierung sitzen die letzten Schmarotzer!

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