Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.05.2012

05:00 Uhr

Familienministerin

Betreuungsgeld ist „keine Fernbleibe-Prämie“

Nach den Plänen von Kristina Schröder sollen Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen, Geld vom Staat bekommen. Das ist selbst in der Regierung umstritten. Nun wehrt sich die Familienministerin. Ihr Argument: Vielfalt.

Das Betreuungsgeld ist der aktuelle Zankapfel bei Schwarz-Gelb. dpa

Das Betreuungsgeld ist der aktuelle Zankapfel bei Schwarz-Gelb.

PassauBundesfamilienministerin Kristina Schröder sieht in dem heftig umstrittenen Betreuungsgeld ein Mittel gegen „Einheitsfamilien“. Das Betreuungsgeld sei „keine Fernbleibe-Prämie“ wie von der Opposition dargestellt, sagte Schröder der „Passauer Neuen Presse“.

Es solle vielmehr die Väter und Mütter unterstützen, die ihre Kinder nicht in eine Kindertagesstätte geben wollten. Bei den unter Dreijährigen seien das immerhin 60 Prozent.

In Deutschland gebe es „zum Glück Vielfalt und keine Einheitsfamilien“, sagte die CDU-Politikerin. Schröder betonte, sie wolle Eltern die Wahl lassen: „Entweder sie nehmen einen Kita-Platz in Anspruch, der mit rund 1000 Euro monatlich öffentlich bezuschusst wird, oder sie entscheiden sich für eine Barleistung, weil sie die Betreuung selbst organisieren.“

Bei den Details bitte sie um Geduld: „Ich werde jetzt nicht ständig neue Wasserstandsmeldungen zum Gesetzentwurf abgeben.“

Die Koalition hat vereinbart, Eltern, die ihre ein und zwei Jahre alten Kinder selbst betreuen und keine Kita in Anspruch nehmen, ab 2013 ein monatliches Betreuungsgeld zu zahlen: zunächst 100 Euro, später 150 Euro.

Darüber schwelt aber seit Wochen Streit. Mehrere CDU-Abgeordnete haben angekündigt, das Vorhaben nicht mitzutragen. Auch die FDP ist skeptisch.

Familienpolitik: Streit um das Betreuungsgeld eskaliert

Familienpolitik

Streit um das Betreuungsgeld eskaliert

Die Union wirft der SPD ein „verqueres Menschenbild“ vor.

Von

dpa

Kommentare (8)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

01.05.2012, 08:33 Uhr

Die verplombten Wahlurnen stehen in den Einwohnermelde-Ämtern schon bereit, man kann hingehen und seine Piraten-Stimme abgeben. Die Erst-Stimme (für den Direktkandidaten) kann man freilassen, denn die Piraten haben noch keinen augestellt Mancher-Orts. Die Alt-Parteien verdienen einen kräftigen Tritt aus SH und NRW !

Die Frauen, die ihr Kind zu hause erziehen sollten das auch entlohnt bekommen, aber mit Kontrolle vom Jugendamt, ob die Versorgung und Erziehung auch qualitativ vonstatten geht. Es muss auch gewährleistet sein, dass das Kind genug soziale Kontakte zu anderen Kindern hat ! So, nun genug dieses ewige Döhns-Thema.

moreTruth

01.05.2012, 09:09 Uhr

@SayTheTruth
Ich bin platt. Ein Pirat spricht sich für den Polizeistaat aus.

Account gelöscht!

01.05.2012, 09:21 Uhr

Ich Konservativer ohne Wahlheimat weil mangels konservativer Partei - aber diesmal Piraten gewählt, richtig. Polizeistaat ? Na, ich denke keine Mutter sollte zu stolz sein, dass das Jugendamt nicht mal nach dem Rechten schauen darf, man hört zu oft von schlimmen Vorfällen, ausserdem sollte das Kind in Kindergruppen aufwachsen (Sozialisation). Entweder zu hause selbst organisiert oder eben in die Kita geben. Mit mehr Polizei in der Öffentlichkeit hab ich auch kein Problem, mehr Streifen um die dunklen Häuserblocks abends und mehr Personal in der Bahn sind schon ok.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×