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06.03.2012

07:49 Uhr

Familienministerin

Schröder gegen EU-Vorstoß für Frauenquote

Kristina Schröder stellt sich gegen den Vorschlag von EU-Grundrechtekommissarin Reding zu einer gesetzlichen Frauenquote. Verschiedensten Unternehmen dürfe man nicht dieselbe Quote verordnen.

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. dpa

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

BerlinBundesfamilienministerin Kristina Schröder hat sich gegen die Einführung einer europaweiten gesetzlichen Frauenquote ausgesprochen - und sich damit gegen Überlegungen von EU-Kommissarin Viviane Reding gestellt. „Ein starre Quote halte ich grundsätzlich für problematisch“, sagte die CDU-Politikerin dem „Wiesbadener Kurier“. „Es ist nicht Aufgabe des Staates, den verschiedensten Unternehmen ein und dieselbe Quote zu verordnen. Das wäre ordnungspolitisch falsch und verfassungsrechtlich bedenklich.“

EU-Grundrechtekommissarin Reding hatte am Montag eine verbindliche europaweite Frauenquote für große Unternehmen ins Gespräch gebracht. Reding könnte noch in diesem Sommer entsprechende Gesetzesvorschläge vorlegen.

Schröder kritisierte diesen Vorstoß: „Es gehört nicht zu den Aufgaben der EU, den einzelnen Nationalstaaten die Einführung einer Frauenquote vorzuschreiben. Da stehen schon rechtliche Gründe im Weg“, sagte die Familienministerin. Jedes Land der EU müsse für sich entscheiden. „Deutschland wird hier eine Lösung finden und braucht keine bürokratischen Vorschriften und Belehrungen aus Brüssel.“

Von

dpa

Kommentare (6)

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Petra

06.03.2012, 08:57 Uhr

Endlich einmal eine Politikerin mit E... in der Hose, die den Schneid hat, den Eurokraten aus Brüssel die Stirn zu bieten. Gefällt mir sehr gut!

Rene

06.03.2012, 12:18 Uhr

Wenn es so käme, könnte man das gleich mit einer Türkenquote, eine Schwulenquote, einer Blindequoten, etc. verbinden. Wenigsten ist die Geistig-Behinderten-Quote in Brüssel schon umgeetzt.

Account gelöscht!

06.03.2012, 12:38 Uhr

Es gab früher gute Frauen, es gibt sie heute und es wird sie morgen geben und zwar ohne Quote und ohne den krankhaften Feminismus.
Die Quote ist die größte Diskriminierung gegen Frauen, denn spült die schlechten nach oben
Das ganze Quotengeschwätz muß endlich aufhören

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