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01.05.2014

15:39 Uhr

Familienpolitik

Schwesig will mehr Müttern den Weg in den Job ebnen

ExklusivPolitik und Wirtschaft sollen mehr tun um Müttern die Arbeit zu erleichtern, fordert Bundesfamilienministerin Schwesig. E ine neue Arbeitskultur lasse sich aber nicht per Gesetz verordnen.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) in einer Kindertagesstätte. dpa

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) in einer Kindertagesstätte.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) fordert große Anstrengungen von Wirtschaft und Politik, damit mehr Mütter früher in den Job einsteigen können. „Es muss noch mehr passieren“, sagte sie dem Handelsblatt (Freitagausgabe). „Wenn Politik und Wirtschaft also Frauen als Arbeitskraft brauchen, dann müssen sie ihnen auch entgegen kommen“, sagte sie mit Blick auf Kitas und Ganztagsschulen, aber auch auf die Situation in den Unternehmen.
So gelte Teilzeit in Unternehmen oft als Sackgasse für die Karriere, und „die sogenannte Präsenskultur mit Besprechungs- und Konferenzterminen bis in die späten Abendstunden hinein schrecke viele Mütter ab. „Für eine neue Arbeitskultur kann ich nur werben, sie aber nicht per Gesetz verordnen. Da sind schon auch die Unternehmen in der Pflicht“, sagte Schwesig. Sie selbst will ein Rückkehrrecht auf Vollzeitstellen gesetzlich verankert.

Im Vergleich zu 2006 sind heute fast eine halbe Million Mütter zusätzlich erwerbstätig. Das zeigt eine Studie, die die Forschungsfirma Prognos für das Familienministerium erstellt hat und die dem Handelsblatt vorliegt. Danach ist die Erwerbstätigenquote der Mütter von minderjährigen Kindern von 2006 bis heute von 60 auf 66 Prozent gestiegen.

Das freut vor allem die Arbeitgeber: "Wir begrüßen die erfreuliche Entwicklung, die sich insbesondere auch einem stärkeren Engagement der Betriebe verdankt", sagte Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer dem Handelsblatt. „Deutschland kann es sich in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels nicht leisten, auf die Arbeitskraft gut ausgebildeter Frauen zu verzichten“, sagte Kramer.

Ihm ist das alles jedoch noch viel zu wenig: „Fast drei Viertel aller erwerbstätigen Mütter arbeiten in Teilzeit, mit oft nur sehr geringem Stundenumfang.“ Ziel müsse sein, allen Müttern, die dies wollen, „eine vollzeitnahe Beschäftigung zu ermöglichen und längere Erwerbsunterbrechungen weiter zu reduzieren.“

Dazu müssten aber Kinderbetreuung und Ganztagsschulen weiter ausgebaut und qualitativ verbessert werden. „Da gibt es teilweise noch immer erhebliche Defizite“, so Kramer. „Es darf nicht sein, dass Frauen wegen fehlender staatlicher Rahmenbedingungen nicht in dem Umfang arbeiten können, wie sie es wollen.“ Den Unternehmen rät er ebenso wie die Ministerin: „Familienfreundliche Angebote sind ein hervorragendes Mittel, um gut qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu binden.“

Kommentare (2)

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02.05.2014, 10:45 Uhr

Diese Frau ist doch überhaupt nicht qualifiziert für ihren Job, und hat nie in der freien Wirtschaft gearbeitet.

Das ist wohl die Krux: Leuten auf Ministerposten fehlt der Bezug zur Realität.

Aber im Grunde ist es egal: Die Regierung besteht eh nur als Alibi-posten. Die Macht wird woanders ausgeübt.

Und so leisten wir uns weiter hochdekorierte Nichtskönner auf Kosten des Steuerzahlers.

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02.05.2014, 11:06 Uhr

Mehr Mütter in den Job? Dies, wo die Grünen in Berlin-Wilmersdorf Kitaplätze vorsätzlich vernichten? Wieso deutsche Mütter in den Jobs, wo wir doch Kindergeld für alle EU-Kinder zahlen, nur damit die ausländischen Politiker ihre eigenen Kinder vorsätzlich verachten??

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