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21.12.2012

07:09 Uhr

FDP bei vier Prozent

Rösler braucht Partei-Rebell Kubicki als Wahlkämpfer

Rund zwei Wochen vor dem Dreikönigstreffen muss die FDP laut einer Umfrage um den erneuten Einzug in den Bundestag bangen. Parteichef Rösler steht in der Kritik. Jetzt will er einen erfahrenen Wahlkämpfer mehr einbinden.

Philipp Rösler will mit Wolfgang Kubicki (r.) in den Wahlkampf ziehen. dpa

Philipp Rösler will mit Wolfgang Kubicki (r.) in den Wahlkampf ziehen.

BerlinFDP-Chef Philipp Rösler will seine parteiinternen Kritiker im wichtigen Wahljahr 2013 stärker in die Pflicht nehmen. „Jeder, der zum Erfolg der FDP beitragen kann, wird gebraucht“, sagte Rösler der „Passauer Neuen Presse“ mit Blick auf den schleswig-holsteinischen FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki. „In Niedersachsen werden wir im Wahlkampf gemeinsam auftreten.“ Auch für den Bundestagswahlkampf werde er Kubicki „gern in die Pflicht nehmen“.

Kubicki hatte jüngst eine zentrale Rolle im Bundestagswahlkampf eingefordert und Rösler kritisiert. In der Euro-Krise werde der Bundeswirtschaftsminister „von weiten Teilen der Bevölkerung und Wirtschaft leider nicht als jener Krisenmanager wahrgenommen, der er als Parteichef sein müsste“, monierte der Kieler Fraktionschef.

Die Landtagswahl in Niedersachsen am 20. Januar gilt wichtiger Stimmungstest für die Bundestagswahl und als Prüfstein für die kriselnde Partei und ihren Chef. Die FDP dümpelt in bundesweiten Umfragen seit einem Jahr unter der Fünf-Prozent-Marke.

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Ein Trend, den auch eine am Freitag veröffentlichte Erhebung von Infratest dimap im Auftrag der ARD bestätigt. Danach verharren die Liberalen wie zuletzt bei vier Prozent. Die Union kann sich um einen Punkt auf 40 Prozent verbessern. Die SPD steht unverändert bei 30 Prozent, während die Grünen um einen Punkt auf 13 Prozent nachgeben. Die Linkspartei käme unverändert auf sieben Prozent, wenn am kommenden Sonntag Wahl wäre.

Die FDP trifft sich am 6. Januar zum Dreikönigstreffen in Stuttgart. Parteichef Philipp Rösler steht in der Kritik, weil sich die Liberalen bislang nicht von ihrem Umfragetief erholten konnten. .

Von

rtr

Kommentare (7)

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LiberalOchNeAuchEgal

21.12.2012, 08:21 Uhr

Wer sagt denn eigentlich, daß p.r. nach dem 06.01.2013 noch fdp-vormann sei? Es wäre die konsequente Haltung einer Partei, die sich in Selbstauflösung und im freien Fall befindet.

Liberale brauchen eine neue Heimat. Nur wo wird die gefunden? Eine neue Kraft für Leute mit Ansichten für übermorgen, mit denen von gestern, die braucht diese Demokratie beileibe nicht.

Wer in Deutschland eine neue Partei finden will, der mache sich auf zur Selbständigkeit und anderen Ufern. Vielleicht klappt*s ja noch, vielleicht zusammen?

Neoliberaler-Shitstorm

21.12.2012, 10:41 Uhr

Wie erbärmlich es sein muss, wenn man sich dem Wähler mit allen Mitteln anbiedern muss, nur um an der Macht zu bleiben.

Das Modell FDP hat sich verbraucht. Die Bevölkerung hat den überbordenden Lobbyismus der FDP durchschaut.

Anstelle von Rösler und anderen FDP-Spitzenpolitikern würde ich damit beginnen meinen Lebenslauf zusammenzuschreiben und Bewerbungen abschicken. Man braucht ja eine gewisse Zeit und vielleicht ein paar hundert Bewerbungen, bis es zum ersten Bewerbungsgespräch kommt. Denn vorzuweisen, hat die FDP in den letzten drei Jahren nicht viel. Da gibt´s dann auch nicht viel, was man gewinnbringend im Lebenslauf erwähnen könnte.

Der Wähler hat es in der Hand, FDP-Politikern fristlos zu kündigen, in dem er sie nicht mehr wählt und sie somit aus dem Diätensegen feuert. Dann gilt endlich: Nur Leistung bringt Bares.

Für die FDP gilt in 2013 hoffentlich: GAME OVER !

Vicario

21.12.2012, 11:13 Uhr

Weder ein Augenarzt noch ein Talk-Showmaster können diese vergammelte Partei retten. Der erste Schritt des unausweichlichen Niedergangs ist die Niedersachsenwahl.
Hier könnte man bereits Wetten ansetzen : ich tippe auf 2 %...setze 100 $...wer setzt dagegen.?

Auf der Titanic, die dampft und segelt, da gibts die Mutti, die euer Ende regelt.....

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