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10.05.2014

15:17 Uhr

FDP-Chef

Lindner schmäht AfD als „Republikaner Reloaded“

Die FDP greift die AfD frontal an: Bereits Ende der 80er habe eine Partei „mit Ängsten und Ressentiments einen einmaligen Erfolg bei einer Europawahl“ errungen, sagt Parteichef Lindner – und meint die Republikaner.

Christian Lindner räumte ein, dass der FDP nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag noch ein schwieriger Weg bevorstehe. dpa

Christian Lindner räumte ein, dass der FDP nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag noch ein schwieriger Weg bevorstehe.

DresdenMit scharfen Angriffen auf die europaskeptische Alternative für Deutschland (AfD) hat FDP-Chef Christian Lindner seine Partei auf die heiße Phase des Europawahlkampfs eingestimmt. Mit den Republikanern habe Ende der 80er-Jahre schon einmal eine Partei „mit Ängsten und Ressentiments einen einmaligen Erfolg bei einer Europawahl“ errungen, sagte Lindner am Samstag in seiner Rede auf dem Dresdner Parteitag. Er verwies auf Ähnlichkeiten beider Parteien in deren Forderungen nach dem „Selbstbestimmungsrecht der Deutschen“ und die Ablehnung von Zuwanderung. „In Wahrheit ist das 'Republikaner reloaded'“, sagte Lindner zur AfD.

Lindner warf den anderen Parteien vor, im Europawahlkampf „mit Opportunismus“ auf das Auftauchen der AfD geantwortet zu haben. Es sei Mode geworden, dass die Parteien ihre „europapolitischen Gerichte mit einer Prise Skepsis würzen“. Wer so handle, „der tut dem europäischen Einigungsprojekt keinen Gefallen“.

Wenn die AfD „Mut zu Deutschland“ sage, setze die FDP dagegen „Mut zu Europa – weil es keine andere Partei gegenwärtig tut“. Die Krise um die Ukraine habe noch einmal die Bedeutung der europäischen Einigung vor Augen geführt, sagte Lindner. „Wer nur die Defizite sieht, der verliert den Blick für das Wesentliche.“

Fakten zur Anti-Euro-Bewegung „Alternative für Deutschland“

Parteigründer

Zu den Gründern der Partei gehören neben dem Hamburger Wirtschaftsprofessor Bernd Lucke unter anderem der langjährige FAZ-Feuilletonist Konrad Adam und der ehemalige hessische Staatssekretär Alexander Gauland.

Nein zum Euro

Die AfD fordert die Auflösung des Euro-Währungsgebietes und die Wiedereinführung nationaler Währungen.

Bundestagswahl

Zur Bundestagswahl im September 2013 ist die neugegründete Partei erstmals angetreten. Bei der Europawahl im Mai 2014 erzielte sie sieben Prozent und zog mit sieben Abgeordneten ins EU-Parlament ein.

Lindner räumte ein, dass der FDP nach dem Ausscheiden aus dem Bundestag noch ein schwieriger Weg bevorstehe. Nach einer Phase der Orientierung werde die Partei aber nun wieder in die Offensive gehen. Die FDP-Anhänger rief er auf, „mit Selbstbewusstsein und Souveränität“ in die kommenden Wahlkämpfe zu gehen: „Man kann nicht kämpfen, wenn man die Hosen voller als das Herz hat. Deshalb lasst uns ein volles Herz haben und die Menschen wieder überzeugen.“

Von

afp

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

12.05.2014, 14:02 Uhr

Wohl neidisch auf die AfD? Oder warum sonst diese billige Anmache? Ich habe Sie mal geschätzt Herr Lindner, aber diese Hetzerei die Sie hier betreiben ist selbst Ihrer nicht würdig!! Bringen Sie erst mal was zustande und hören Sie vor allem mal ganz genau hin, was das "deutsche Volk" braucht und möchte....sicherlich keine weitere Partei die den destruktiven EU- und Eurorettungskurs noch weiter verstärkt!!!!

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12.05.2014, 20:46 Uhr

Die Republikaner behielten recht.

>>Mit den Republikanern habe Ende der 80er-Jahre schon einmal eine Partei „mit Ängsten und Ressentiments einen einmaligen Erfolg bei einer Europawahl“ errungen, sagte Lindner am Samstag in seiner Rede auf dem Dresdner Parteitag. <<

Die Republikaner haben schon vor über 20 Jahren vor den Zuständen und Missständen in Zusammenhang mit Einwanderung und der EU gewarnt, die wir heute in diesem Land und vielen anderen europäischen Ländern vorfinden und die heute in der Regel selbst von den ganz Linken widerwillig eingestanden werden.
Sozialabbau, Lohndumping - auch in Folge von Masseneinwanderung, die Bildung von Brennpunktvierteln, mit lokal unkontrollierbare Migrantengewalt, Parallelgesellschaften.

Die Partei wurde von den damals bereits mehrheitlich kulturell-linken etablierten Medien, und dem schon damals stramm multikulturalistischen Zentralrat der Juden in einer konzertierten medialen Kampagne bekämpft.

Die etablierten Parteien von der PDS bis zur CDU/CSU versuchten die Republikaner mit allen moralischen und unmoralischen Mitteln zu bekämpfen. Dies führte dazu führte, dass die CDU -- die Definition von Rechtsextremismus stark ausbreitend- der Partei den Verfassungsschutz" an den Hals hetzte.

(Schon damals zeigte sich dass die angebl. "konservative" CDU, den Grünen und der PDS näher stand als irgendeiner anderen rechten/konservativen Partei)


Die Republikaner sind nicht am Wähler sondern am undemokratischen System in der BRD gescheitert, den strukturell wie institutionell undemokratischen Bedingungen in diesem Staat.

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14.05.2014, 20:18 Uhr

Herr Lindner muß erst mal auf die Kleewiese oder lesen was eigentlich los ist. Die FDP hat verspielt. Yip.

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