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15.05.2015

17:05 Uhr

FDP-Chef Lindner wiedergewählt

Freiheit in Magenta

VonThomas Sigmund

Es ist der Tag des Christian Lindner: Der FDP-Chef hat die Partei nach historischem Absturz in eine neue Richtung dirigiert und zusammengehalten. Sein Rechenschaftsbericht fällt positiv aus – zu Recht.

Aufbruchsstimmung bei FDP-Parteitag

Lindner als Parteichef wiedergewählt

Aufbruchsstimmung bei FDP-Parteitag: Lindner als Parteichef wiedergewählt

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BerlinChristian Lindner ist ein Kunststück gelungen. Der FDP-Vorsitzende hat seine Partei in ihrer schwierigsten Zeit zusammengehalten. Vor zwei Jahren waren die Liberalen mit viel Häme und Spott aus dem Bundestag geflogen. Heute spüren sie nach den Wahlergebnissen in Hamburg und Bremen wieder Wind unter den Flügeln. Das ist schon eine Leistung. Denn in keiner anderen Partei, abgesehen von der SPD, wird die Demontage des Führungspersonals so genüsslich zelebriert, wie in der FDP.

Der Erfolg in Bremen und Hamburg mag an den zugkräftigen Spitzenkandidatinnen gelegen haben. Doch vor allem vermissen viele Bürger, die sich bei der Bundestagswahl 2013 enttäuscht von der FDP abgewandt haben, inzwischen wieder eine relevante Stimme der sozialen Marktwirtschaft. Wirtschaft, Bürgerrechte, Bildung: Der neue von Lindner intonierte Dreiklang mag wie aus der Vergangenheit der alten FDP klingen. Doch die Hüter des Liberalismus sind in der Parteienlandschaft rar geworden.

Die FDP ist wieder da

Video: Die FDP ist wieder da

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Vor allem die Alternative für Deutschland, die bis vor kurzem noch als Ersatz für die FDP als neues marktwirtschaftliches Korrektiv galt, zerlegt sich selbst. AfD-Chef Bernd Lucke gelingt es trotz des Aufschwungs seiner Partei nicht, die Flügel zusammen zu halten.

Ende des Intrigantenstadls – vorläufig

Doch bei der FDP geht es nicht nur um verlorene Glaubwürdigkeit. In den Regierungsjahren fehlte auch Stil und Form bei der Politikvermittlung. Heute tritt die Magenta-Partei geschlossen auf, im Moment ist vom einstigen Intrigantenstadl nichts zu spüren.

FDP-Chef Lindner: „Unsere Finanzen sind konsolidiert“

FDP-Chef Lindner

„Unsere Finanzen sind konsolidiert“

Die FDP tut laut Parteichef Christian Lindner das, was sie vom Staat fordert: mit weniger Geld effektiver arbeiten. Finanzielle Probleme hätten die Liberalen nicht. Lindner bringt zudem neue Finanzierungsideen ins Spiel.

Selbst notorische Quertreiber wie Wolfang Kubicki halten sich zurück, um die überlebensnotwendigen Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz nicht zu gefährden. Lindner hat das Fundament für die Rückkehr auf die bundespolitische Ebene gelegt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Kommentare (8)

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Herr C. Falk

15.05.2015, 17:20 Uhr

Aktuelle Umfrage auf Bundesebene FDP 3%, AfD 6%.

Die Keilerei innerhalb der AfD scheint deren Stammwähler nicht übermäßig zu erschrecken. "g"

Sergio Puntila

15.05.2015, 17:22 Uhr

Wieder da...?

So wie Lindner heute den Parteitag eingeleitet hat, so gering wirkt die Auszeit, die sich die FDP von den Fleischtöpfen genommen hat.
Und Suding sagt es ja auch, die FDP habe sich nicht grundlegend neu erfunden.
Stattdessen bettelt der Parteichef seine Truppe um Geld an.
Da hätte man der FDP aber bessere Einflusssphären gegönnt. als sowas ausgerechnet vom Parteichef auch noch via Pönix zum Besten zu geben.

Wieder - schon wieder

da

Das wird nicht reichen.

Herr Thomas Ungläubig

15.05.2015, 17:23 Uhr

Christian Lindner: Mit vollem Haar, frischem Wind und neuer Farbe - alter Wein in neuen Schläuchen. Die Altlasten sind alle entsorgt und des Michels Erinnerungsvermögen? – Na ja…

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