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04.05.2011

09:59 Uhr

FDP-Fraktionsspitze

Homburger stellt sich ihren Kritikern

FDP-Fraktionschefin Homburger kämpft seit Wochen um ihr Amt. Viele Parteifreunde lasten ihr das schlechte Abschneiden bei den jüngsten Landtagswahlen an. Nun könne sie zum Rückzug gezwungen sein.

Birgit Homburger, Vorsitzende der liberalen Bundestagsfraktion. Quelle: APN

Birgit Homburger, Vorsitzende der liberalen Bundestagsfraktion.

BerlinDer Druck auf die Spitzenliberale Birgit Homburger nimmt zu: Nach den massiven Verlusten ihrer Partei bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz steht sie massiv in der Kritik.

Am Vormittag berät die Spitze der FDP-Bundestagsfraktion über vorgezogene Wahlen für die neue Fraktionsführung. Eine Entscheidung soll wohl aber erst bei der für Sonntag und Montag geplanten Klausur der FDP-Bundestagsabgeordneten fallen, sagte eine Sprecherin.

Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, Homburger wolle vorschlagen, die für Herbst vorgesehene Neuwahl vorzuziehen. Als Termine kämen der 24. Mai und der 7. Juni infrage, kurz nach dem FDP-Parteitag in Rostock Mitte des Monats.

Auf der Klausurtagung am Wochenende solle dann die gesamte Fraktion informiert werden. Mit dem Vorstoß wolle Homburger auf die anhaltende Kritik an ihrer Amtsführung reagieren, hieß es.

In der vergangenen Woche hatte Fraktionsvize Jürgen Koppelin verlangt, die Wahlen vorzuziehen. "Dies ist aber nicht als Aktion gegen die Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger oder gegen irgendeine Person zu verstehen", schränkte er ein.

Homburger steht nach den massiven Verlusten ihrer Partei bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz massiv in der Kritik. Am Wochenende muss sich Homburger in ihrem Heimatverband Baden-Württemberg der Wiederwahl als Landesvorsitzende stellen.

Als Homburger-Nachfolger sind dem Bericht zufolge Gesundheitsstaatssekretär Daniel Bahr, FDP-General Christian Lindner und Chefhaushälter Otto Fricke im Gespräch. Sollte sich Homburger selbst zur Wiederwahl stellen, müsse sie mit einem Gegenkandidaten rechnen. Auch Wirtschaftsminister Rainer Brüderle will offenbar einem personellen Neuanfang nicht mehr im Weg stehen. Er klebe nicht an seinem Amt als FDP-Vize, hieß es.

Auf dem Parteitag vom 13. bis 15. Mai soll unter anderem ein Nachfolger von FDP-Chef Guido Westerwelle gewählt werden. Einziger Kandidat dafür ist Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler.

Kommentare (1)

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04.05.2011, 12:25 Uhr

Frau Birgit Homburger hat in Baden-Württemberg keine Akzente gesetzt, und im Bund ist sie eine farblose Erscheinung. Wen die FDP jemals wider, die 5% Hürde überspringen sollte, muß sie einen radikalen neuanfang an Haupt und Gliedern vornehmen, und auf Karrieregeile Smarties verzichten. Frau Homburger wäre gut beraten, wenn sie auf den Landesvorsitz der FDP in Baden-Württemberg verzichten würde, man trauert ihr so wie so nicht nach.
Danke

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