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15.05.2011

13:40 Uhr

FDP-General Christian Lindner

Kampfansage an die „Zwerge“ von SPD und Grünen

VonDaniel Goffart

Generalsekretär Christian Lindner fordert auf dem FDP-Parteitag einen „mitfühlenden Liberalismus“ mit weniger Sozialstaat. Für Einheitsschulen sieht Lindner keinen Platz und auch das Elterngeld ist ihm ein Dorn im Auge.

RostockBloß nicht zuviel Beifall, bloß nicht besser sein als Philipp Rösler! Als FDP-Generalsekretär Christian Lindner nach knappen 45 Minuten seine Rede auf dem Parteitag der Liberalen in Rostock beendet, hat er die wichtigste Aufgabe erfüllt – und die lautet: Bescheidenheit. Bloß keine neuen Berichte darüber provozieren, dass er, der 32-jährige Rheinländer, die eigentliche Hoffnung der FDP darstellt.

Als „Vorsitzender im Wartestand“, wie er in den letzten Wochen schon bezeichnet wurde, will Lindner bei diesem Parteitag auf gar keinen Fall gesehen werden. Auch nicht als „stille Reserve“, sollte Rösler das Blatt bis zum Herbst nicht wenden können und doch noch scheitern. Dem neuen Parteichef will er nicht die Schau stehlen. Lindner konzentriert sich deshalb bei seinem Auftritt ganz auf die Mission „Aufbruch und Neuanfang“. Damit soll in Rostock die Ära Westerwelle ebenso beendet werden wie der Absturz der FDP in der Wählergunst.

FDP-Generalsekretär Christian Lindner Quelle: Reuters

FDP-Generalsekretär Christian Lindner

Wie ernst es um die Partei steht, zeigt sich schon daran, dass Lindner ausgerechnet  jene Weisheiten des liberalen Altmeisters Karl Hermann Flach zitiert, die aus dessen Buch „Noch eine Chance für die Liberalen“ stammen. Das Werk wurde 1971 verfasst. Seitdem hat man die  FDP zwar regelmäßig totgesagt, aber bislang hat sie noch jede Krise überlebt. „Lassen wir uns also nicht von außen ungebetene Ratschläge aufdrängen“, fordert Lindner.

Es ist dieses trotzige Selbstbewusstsein, das der junge Generalsekretär den Delegierten mit einer Rede einhaucht, die teilweise an ein politisches Proseminar erinnert. Schon Konrad Adenauer und Kurt Georg Kiesinger hätten versucht, die Liberalen aus dem Parteiensystem zu verbannen, erinnert Lindner. „Aber was die Riesen Adenauer und Kiesinger nicht geschafft haben, das soll den Zwergen Gabriel und Künast erst recht nicht gelingen!“

Kommentare (2)

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Und_Tschuess

15.05.2011, 18:36 Uhr

Alles Blabla. Das System ist ohnehin am Ende, die Währungsreform wird kommen, der Super-GAU inkl. Volksaufständen und internationalen Kriegen steht noch bevor. Und über die Zeit danach brauchen wir bei dieser überbevölkerten Welt gar nicht erst zu spekulieren.

Alfred_H

15.05.2011, 19:00 Uhr

Wer glaubt denn, dass die FDP noch irgendeinen Einfluss auf die Politik der Regierung hat? Merkel lacht sich garantiert über diesen Parteitag der FDP-Jünger kaputt. Sie hat den achso übergroß auftrumpfenden Westerwurm kaltgestellt. Wer soll denn jetzt noch davon überzeugt sein, dass die FDP Wähler mit ihrem dahergeschwafelten Programm gewinnt? Geschwafelte Programme, die hinterher im Papierkorb verschwinden, kennt der Wähler schon von denen. Nach dem trostlosen Parteitag müsste eigentlich ein Massenaustritt bei der FDP stattfinden. Die Mitglieder, die dann noch da bleiben, würden genausogut bei irgendeiner Sekte dem Oberguru alles glauben. Was für eine lachhafte Möchtegern-Partei diese FDP doch ist.

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