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26.09.2013

07:11 Uhr

FDP-Generalsekretär

Döring kehrt zu seiner Versicherung zurück

Die Spitzenpolitiker der FDP machen sich Gedanken über ihre Zukunft. FDP-Generalsekretär Patrick Döring will nun auch seinen Hut nehmen – und freut sich, dass er schon einen Job hat.

Der FDP-Generalsekretär Patrick Döring will sein Amt aufgeben. dpa

Der FDP-Generalsekretär Patrick Döring will sein Amt aufgeben.

Hannover/BerlinFDP-Generalsekretär Patrick Döring hat seinen Rückzug aus der Bundespolitik angekündigt und sein Amt zur Verfügung gestellt. Döring bezeichnete das Wahldebakel der Liberalen im Gespräch mit der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ als tiefe Zäsur: „Es tut weh, dass ich meiner Verantwortung an dieser herausgehobenen Position nicht gerecht werden konnte. Niemand könnte verstehen, wenn ich jetzt einfach weitermachen würde.“

Er habe dem wahrscheinlichen neuen Parteivorsitzenden Christian Lindner seinen Rücktritt angeboten, und der habe zu erkennen gegeben, dass er einen neuen Generalsekretär berufen wolle, sagte Döring. So lange wolle er im Amt bleiben. Der 40-jährige Niedersachse galt in der FDP-Führung als engster Vertrauter von Philipp Rösler, der am Montag nach dem Rauswurf der Liberalen aus dem Bundestag mit der gesamten Parteispitze zurückgetreten war.

In einer E-Mail an Parteifreunde erklärte Döring dem Bericht zufolge, dass er zu seiner Arbeit in einer hannoverschen Versicherung zurückkehren werde. Döring ist Mitglied des Vorstands der Agila Haustierversicherung AG. „Dass ich selbst jetzt die Möglichkeit habe, nach Rücksprache mit meinen Mitaktionären und Aufsichtsräten wieder voll in die Verantwortung für ein mittelständisches Versicherungsunternehmen mit mehr als 350 Beschäftigten treten zu können, ist eine Perspektive, die ich vielen Kolleginnen und Kollegen wünschen würde und macht vieles leichter“, zitiert das Blatt aus dem Schreiben.

Rösler hatte Döring im Dezember 2011 zum Generalsekretär berufen, nachdem Lindner überraschend von dem Posten zurückgetreten war. Offiziell gewählt wurde er auf einem Parteitag im April 2012. Als Parteimanager war er auch für die umstrittene Zweitstimmenkampagne der FDP verantwortlich, an deren Ende der Rauswurf der FDP aus dem Bundestag stand.

Von

dpa

Kommentare (16)

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Nein-Danke

26.09.2013, 06:18 Uhr

Liebes Handelsblatt,

vielen Dank für die Information, dass Döring zur Hannoverschen Versicherung gehen wird.

Dies ist für mich ein Grund künftig mit dieser Versicherung keine weiteren Verträge einzugehen und über die Auflösung bestehender Vertragsverhältnisse ernsthaft nachzudenken.

Es hat vollkommen ausgereicht, FDP-Politiker mit meinen Steuergeldern zu alimentieren. Dies muss ich mir nicht auch noch in Form von Versicherungsbeiträgen antun. Zum Glück besteht hier ein viel schnelleres Wahlrecht!

Adieu Hannoversche!

Kofinas

26.09.2013, 07:04 Uhr

Einesteils ist man froh, dass man diese "Kotzbrocken" der FDP ("ab heute wird nichts mehr geliefert!!!")los ist; andrerseits tun mir die Menschen leid auf die sie nun im Privatleben losgelassen werden...

Paulchen_Mueller

26.09.2013, 07:17 Uhr

Wer lesen kann ist klar im Vorteil: "einer hannoverschen" statt "der Hannoverschen" ...

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