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18.01.2011

19:17 Uhr

FDP

Genscher stützt Westerwelle

Wochenlang hatte Hans-Dietrich Genscher zu der Kritik an Westerwelle geschwiegen. Jetzt meldet sich der langjährige FDP-Vorsitzende und Außenminister zu Wort. Er empfiehlt Westerwelle, beide Ämter zu behalten.

HB BERLIN. Der Druck auf Außenminister Guido Westerwelle (FDP) lässt etwas nach. Der FDP-Chef bekam Rückendeckung von seinem Vorgänger Hans-Dietrich Genscher.

Genscher empfahl Westerwelle, Parteichef und Außenminister zu bleiben. "Beide Ämter zu übernehmen war und ist richtig", sagte der langjährige FDP-Vorsitzende und Außenminister dem Internet-Portal "Sueddeutsche.de". Die Forderung aus der FDP an Westerwelle, auf einen der beiden Posten zu verzichten, wies Genscher zurück. Zugleich lobte er den Außenminister als "überzeugten Europäer".

Weiter sagte der FDP-Ehrenvorsitzende über seinen Nachfolger: "Er ist jetzt gut ein Jahr im Amt und man kann das, was in diesem Jahr erreicht wurde, nicht messen an dem, was andere - wie ich - in langen Jahren als Außenminister erreichen konnten." Westerwelle führe das Auswärtige Amt "mit großer Verantwortung, Umsicht und Kompetenz". Genscher fügte hinzu: "Man wird noch von ihm hören."

Zugleich lud ihn der rheinland-pfälzische FDP-Spitzenkandidat Herbert Mertin zu gemeinsamen Wahlkampfauftritten ein. Er hatte Westerwelle zuletzt als "Klotz am Bein" bezeichnet. Mertin sagte in Mainz, seine Kritik habe ihren Zweck erfüllt. Die FDP-Spitze in Berlin trete inzwischen zum Beispiel in der Steuerpolitik "kantiger" gegenüber der Union auf.

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