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19.01.2011

12:38 Uhr

FDP-Krise

Merkel sieht noch Chancen für Westerwelles Karriere

Ungeachtet der Dauerkrise, in der sich die FDP befindet, sieht Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel den derzeit innerparteilich angeschlagenen FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle noch lange nicht am Ende. Er sich auch nicht. In den bevorstehenden Wahlkämpfen will Westerwelle durchstarten – bei zahlreichen Auftritten in den Ländern.

Im Dunklen ist gut munkeln: Merkel und Westerwelle. dpa

Im Dunklen ist gut munkeln: Merkel und Westerwelle.

HB BERLIN. „Guido Westerwelle hat wie jeder, der mal ein Tief durchlebt, gute Chancen, schon bald auch wieder ganz anders beurteilt zu werden“, sagte Merkel der Hamburger Illustrierten „Stern“. „Wer in der Politik hohe Ämter anstrebt, muss gelegentlich auch mit starkem Gegenwind leben können“, schilderte sie ihre Erfahrung.

Der FDP-Chef ist in den eigenen Reihen umstritten, weil die Partei seit Monaten nicht aus dem Umfrage-Keller kommt. Zuletzt lag sie bei fünf Prozent, fast zehn Prozentpunkte hinter ihrem Bundestagsergebnis 2009.

Trotzdem denkt Merkel nach eigenen Angaben nicht an spätere Koalitionswechsel. Sie bezeichnete die Möglichkeit eines schwarz-grünen Bündnisses nach 2013 als Träumerei. „Bei der nächsten Bundestagswahl wird es bei Rot-Rot-Grün starke Kräfte geben, die auf eine Koalition drängen, dahin gehen doch die wahren Absichten, und das halte ich aus heutiger Sicht viel wahrscheinlicher als Schwarz-Grün“, sagte sie.

Die FDP-Landesverbände Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Hamburg und Baden-Württemberg setzen derweil im bevorstehenden Wahlkampf auf Westerwelle. Der Vorsitzende werde insgesamt 15 Auftritte in den Landtagswahlkämpfen absolvieren, berichtet die in Düsseldorf erscheinende „Rheinische Post“ unter Berufung auf eine Aufstellung der Bundespartei.

In Baden-Württemberg will Westerwelle fünf Auftritte absolvieren, darunter die Abschlusskundgebung am 24. März in Stuttgart. In Rheinland-Pfalz sind vier Termine vereinbart, in Hamburg und Sachsen-Anhalt jeweils drei.

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