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04.01.2011

16:01 Uhr

FDP-Krise

Union fordert Ende der Personaldebatten in der FDP

ExklusivWegen der miesen Umfragewerte sorgt sich inzwischen sogar die Union öffentlich um den Koalitionspartner. Nach der FDP-Parteispitze stärken nun auch Unionspolitiker Guido Westerwelle den Rücken.

Hilfe von allen Seiten: Vor dem Dreikönigstreffen stärkt selbst die Union dem schwächelnden FDP-Parteichef den Rücken dpa

Hilfe von allen Seiten: Vor dem Dreikönigstreffen stärkt selbst die Union dem schwächelnden FDP-Parteichef den Rücken

HB Berlin. Die Union sorgt sich zunehmend um den angeschlagenen Koalitionspartner FDP. "Personaldebatten und öffentliche Streits führen nicht dazu, dass die Liberalen ihr Profil schärfen", sagte Unions-Fraktionsvize Michael Meister (CDU) dem Handelsblatt (Mittwochsausgabe). Die FDP müsse mit mehr Geschlossenheit auftreten, dann könne sie auch an Profil gewinnen, rät der CDU-Politiker. Die Union brauche in jedem Fall "einen starken Koalitionspartner", betonte Meister.

Auch die CSU mahnt die FDP zur Sachpolitik zurück zu kehren. "Die Besonnenen in der FDP haben erkannt, dass das eine schädliche Personaldebatte war, und sie haben sie richtigerweise und rechtzeitig gestoppt. Aus Sicht der Union ist das uneingeschränkt zu begrüßen", sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt dem Handelsblatt. Er sei davon überzeugt, dass man in der FDP jetzt die Sachpolitik in den Vordergrund rücke und keine Wiederauflage der Personaldebatte um FDP-Chef Westerwelle anstrebe.

Kommentare (13)

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WunderPunkt

04.01.2011, 17:20 Uhr

Hinterher sind alle schlauer. Gerade einige CSU Politiker haben alles was die FDP als wichtiges Thema angehen wollte blockiert und sich auf Kosten des eigenen Koalitionspartners in bayern profiliert. Der Freistaat ist scheinbar immer noch nicht so recht in Gesamtdeutschland angekommen. Allein regiert sicht halt einfach einfacher. Und jetzt schlaue Reden schwingen.
Das hätten sich die Unionspolitiker etwas fürher überlegen sollen, wie man nach außen ein geschlossenes Gesamtbild als bundesregierung abgeben kann. Das ist doch lachhaft was die da so verzapfen...Hauptsache o'zapft is.

Martin

04.01.2011, 17:56 Uhr

Da hat sich die CSU überhaupt nicht einzumischen.

Andreas

04.01.2011, 18:32 Uhr

Vielleicht sollte sich die Wirtschaft einschalten. Es geht hier ja schließlich um die bundesregierung. Und die will eigentlich auch repräsentieren und natürlich nicht zuletzt wirtschaftliche interessen.

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