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30.03.2012

09:29 Uhr

FDP

Kritik wegen Vorgehen bei Schlecker hält an

Die Schlecker-Transfergesellschaft war am Donnerstag gescheitert, weil drei Länder mit FDP-Wirtschaftsministerium nicht bereit waren, sich an einer Kreditbürgschaft zu beteiligen. Die FDP weist die Kritik zurück..

Eine Mitarbeiterin der Drogeriekette Schlecker reißt das Firmenlogo von der Eingangstür einer Filiale ab. dpa

Eine Mitarbeiterin der Drogeriekette Schlecker reißt das Firmenlogo von der Eingangstür einer Filiale ab.

Berlin Die FDP habe durch die Ablehnung einer Transfergesellschaft 11.000 Schlecker-Mitarbeiterinnen „die kalte Schulter“ gezeigt, sagte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Freitag im ARD-„Morgenmagazin“. Die „ordnungspolitischen Dogmatiker“ der FDP seien Schuld daran, dass den Frauen nun die Arbeitslosigkeit drohe. „Es liegt jetzt bei der Wählerschaft, darüber zu entscheiden, was sie von solch einer Partei hält“, sagte Kretschmann.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles warf der FDP Profilierungssucht auf Kosten der Schlecker-Mitarbeiterinnen vor. „Ich bin stinksauer auf die FDP“, sagte Nahles am Donnerstagabend in der ARD-Sendung „Beckmann“. „Sie will unbedingt Profil schinden auf dem Rücken von 11.000 Frauen, die sich abgerackert haben.“ Die Begründung der FDP gegen eine Auffanggesellschaft sei „mau und der Sache nicht angemessen“. Die Schlecker-Transfergesellschaft war am Donnerstag gescheitert, weil drei Länder mit FDP-Wirtschaftsministerium - Sachsen, Niedersachsen und Bayern - nicht bereit waren, sich an einer Kreditbürgschaft zu beteiligen.

FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle wies die Kritik zurück. „Der Staat darf in einer Sozialen Marktwirtschaft den Wettbewerb nicht aushebeln“, sagte er der „Leipziger Volkszeitung“ vom Freitag. Jetzt sollten die Jobcenter sich verstärkt um die Vermittlung der Schlecker-Mitarbeiter bemühen. Der Schlecker-Unternehmensführung warf Brüderle schweres Missmanagement vor.

Schlecker-Streit: Alle auf die FDP

Video: Schlecker-Streit: Alle auf die FDP

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afp

Kommentare (20)

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ws2011

30.03.2012, 10:01 Uhr

Es ist richtig, was die FDP sagt aber warum sind die nicht schon 2009 drauf gekommen. Sind den Banken nicht auch Marktteilnehmer, genauso wie Griechenland und und und
da gibt es wohl selektiven Stromausfall im Gehirn mancher Politiker

Account gelöscht!

30.03.2012, 10:04 Uhr

Die FDP hat jetzt die Wahl:

Entweder sie steht zu ihrer Entscheidung und macht unmissverständlich klar, dass sie unsere Soziale MARKTwirtschaft im Sinne Ludwig Erhardts verteidigt.

Dann wird sie sich recht schnell bei 8% und mehr wiederfinden, denn trotz einseitig linksorientierter Medien in Deutschland zeigt sich zunehmend, dass die Entscheidung der FDP in vielen Teilen der Bevölkerung als richtig empfunden wird. Allein schon deshalb, weil eine Transfergesellschaft mehr dem Unternehmen (keine Abfindungsklagen) hilft als den betroffenen Arbeitnehmer(innen). Außerdem kümmert sich kein Politiker um einen Betrieb mit 30 Angestellten, der möglilcherweise sogar schuldlos in die Pleite geht (bei Schlecker war alles selbst verschuldet!)

Oder aber die Waschlappen und Hosenscheisser in der FDP gewinnen wieder die Oberhand und knicken artig vor Herrn Seehofer und anderen Sozial-Heuchlern ein, weil sie befürchten, die nächste Wahl zu verlieren.

Dann wird die FDP in wenigen Jahren Geschichte sein, und das völlig zu Recht. Eine andere Partei wird sich gründen und die Menschen für sich gewinnen, die in unserem einheitlichen Links-Blockflöten-Pareteinspektrum keine politische Heimat mehr sehen.

Also FDP: Geradlinigkeit oder Waschlappenprogramm?

Account gelöscht!

30.03.2012, 10:10 Uhr

das hat nichts mit selektivem Gehirnausfall zu tun, sondern ganz einfach mit der Höhe der Spenden.
Hätte Herr Schlecker eine Millionenspende an die FDP im schwarzen Köfferchen rübergereicht, dann wäre wohl von einer Zustimmung auszgehen - ähnlich wie bei der Mövenpickentscheidung.

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