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07.05.2011

17:45 Uhr

FDP-Landesvorsitz

Homburger siegt erst im zweiten Anlauf

Beim Sonderparteitag der baden-württembergischen FDP wurde Birgit Homburger erst im zweiten Wahlgang erneut zur Landes-Chefin gewählt. Das Ergebnis war denkbar knapp. Ein Vertrauensbeweis sieht anders aus.

Birgit Homburger: Die FDP-Politikerin bleibt Chefin der Liberalen in Baden-Württemberg. Quelle: dpa

Birgit Homburger: Die FDP-Politikerin bleibt Chefin der Liberalen in Baden-Württemberg.

StuttgartEs war kein glänzendes Ergebnis, kein Aufbruchsignal, keine Jubelstimmung. Doch Birgit Homburger dürfte ein Stein vom Herzen gefallen sein, als das Resultat der Wahl der neuen baden-württembergischen Landesspitze bekanntgegeben wurde: Mit 199 zu 192 Stimmen schlug die langjährige Landesvorsitzende am Samstag in Stuttgart im zweiten Wahlgang ihren Stellvertreter und Europaabgeordneten Michael Theurer. Im ersten Wahlgang waren noch beide Kandidaten auf je 180 Stimmen gekommen.

Aus Stuttgarter Sicht kann Homburger nach dem Sonderparteitag durchaus gestärkt in vorgezogene Neuwahlen für die FDP-Fraktionsspitze im Bundestag gehen. Dort wackelt wegen der Performance der Bundes-FDP ihr Stuhl - den ihr andere Landesverbände streitig machen. Es geht um den Einfluss des mitgliedermäßig zweitstärksten FDP-Landesverbandes im Bund. Dem knappen Ergebnis entsprechend ausgewogen waren die Wortbeiträge der 400 Delegierten für beide Bewerber und der Applaus für ihre Reden.

Homburger muss nun wie bei ihrer Amtsübernahme im Jahr 2004 nach dem Rücktritt von zwei liberalen Landesministern ihre Partei aus dem Tal der Tränen führen. Denn bei der baden-württembergischen Landtagswahl am 27. März hatte sie ihr historisch schlechtestes Ergebnis in ihrem Stammland mit 5,3 Prozent der Stimmen eingefahren. Die Landtagsfraktion ist auf sieben Abgeordnete geschrumpft.

Zudem kämpft die FDP auch im Südwesten mit Mitgliederschwund. Homburger gab als ihr Ziel an, ihre Partei wieder zu alter Stärke zurückzuführen. Eine ihrer Sternstunden erlebten die Südwest-Liberalen etwa bei der Bundestagswahl im September 2009, aus der sie mit 18,8 Prozent der Zweitstimmen hervorgingen.

Kommentare (3)

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07.05.2011, 18:00 Uhr

Das ist schlecht für die FDP und schlecht für das Land. Homburger ist elendes Mittelmass.

Heinrich

08.05.2011, 08:25 Uhr

Mir wird jedes Mal schlecht, wenn ich diese Frau diskutieren höre. Für den Zuhörer eine absolute Zumutung. "Wir können alles außer Hochdeutsch"

Account gelöscht!

08.05.2011, 16:15 Uhr

Wie konnte die FDP in Baden-Württemberg wider diese Frau zur Landeschefin machen??? Gibt es keine Besseren Leute in der FDP Baden-Württemberg mehr???
Diese Landes-Chefin ist eine Zumutung für alle Liberalen im Ländle.
Die FDP hat ihre changse zum neuanfang kläglich vergeigt. Sie muß sich schon fragen lassen, wollte sie keinen neuanfang oder konnte sie nicht, man wird nun sehen was die FDP im Ländle noch bringt.
Danke

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