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15.05.2015

09:24 Uhr

FDP-Parteitag

Lindner will Millionen-Finanzhilfe von Basis

Die Bundes-FDP ist hoch verschuldet, mit rund 7,5 Millionen Euro Schulden muss sie einen radikalen Sparkurs fahren. Nun sollen die Kreisverbände mit rund vier Millionen Euro für einen Solidarfonds aushelfen.

Die Kreisverbände der Partei sollen pro Mitglied von 2015 bis 2017 insgesamt 75 Euro an die Bundes-FDP überweisen. dpa

FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner

Die Kreisverbände der Partei sollen pro Mitglied von 2015 bis 2017 insgesamt 75 Euro an die Bundes-FDP überweisen.

BerlinFDP-Chef Christian Lindner will auf dem am Freitag beginnenden Parteitag der Liberalen in Berlin eine millionenschwere Nothilfe der Basis für die klamme Bundespartei durchsetzen. „Wir wollen einen Investitionsfonds bilden, mit dem wir in die politische Arbeit in Landesverbänden, die sich Wahlen stellen müssen, investieren“, sagte Lindner am Donnerstagabend bei einem Empfang in der Parteizentrale.

Die Kreisverbände sollen pro Mitglied von 2015 bis 2017 insgesamt 75 Euro an die Bundes-FDP überweisen. So sollen vier Millionen Euro für einen „Solidarfonds“ zusammenkommen, aus dem Kampagnen für die Landtagswahlen 2016 und 2017 sowie die Aufrüstung der Parteizentrale in Berlin bezahlt werden sollen. Dafür müssen auf dem dreitägigen Bundesparteitag aber Zweidrittel der Delegierten die Hand heben.

In der FDP-Führung ist man zuversichtlich, dass die befristete Sonderumlage für die hoch verschuldete Bundespartei am Freitag abgesegnet wird. Während die Bundes-FDP rund 7,5 Millionen Euro an Schulden in den Büchern stehen hat und nach dem Bundestags-Aus einen radikalen Sparkurs einschlagen musste, sitzen die Gliederungen der Partei auf einem Vermögen von etwa 13 Millionen Euro.

Die FDP, die im Herbst 2013 erstmals bei einer Bundestagswahl gescheitert war, feierte zuletzt in Hamburg und Bremen wieder beachtliche Wahlerfolge. Lindner, dessen Wiederwahl für Freitagnachmittag angesetzt ist, mahnte die Partei, auf dem Teppich zu bleiben: „Das ist keine Siegesfeier, sondern dieser Parteitag ist ein Parteitag der Substanz.“

Von

dpa

Kommentare (1)

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Reiner Blumenhagen

15.05.2015, 10:37 Uhr

Und nächste Woche wirft er dann wieder dem Staat, wahlweise den Ländern oder sonstwem aus der politischen Gegnerschaft vor, dass der nicht mit Geld umgehen kann... wie war das mit "nur das ausgeben, was man hat"? Gilt das nicht auch für die Bundes-FDP?

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