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12.11.2011

18:22 Uhr

FDP-Parteitag

Rösler forciert die Profilbildung

Parteitag zwischen Durchhalteparolen und Kampfansagen: Beim parteiinternen Stimmungstest verlegte sich FDP-Chef Philipp Rösler auf Motivation - und war bemüht, dem politischen Kurs eine klare Richtung zu geben.

Klarer Kurs: Rösler will die FDP positionieren. dpa

Klarer Kurs: Rösler will die FDP positionieren.

FrankfurtFDP-Chef Philipp Rösler hat seine Partei aufgefordert, sich mit einem klaren Kurs der sozialen Marktwirtschaft aus ihrem Tief herauszukämpfen. „Schluss mit der Trauer, Schluss mit den Tränen ... Es ist Zeit, die Taschentücher wegzustecken“, sagte Rösler am Samstag in einer Rede beim Sonderparteitag in Frankfurt. Die FDP müsse zu ihren liberalen Überzeugungen stehen und dafür eintreten. Sie müsse dazu beitragen, den Menschen in unsicheren Zeiten Orientierung zu geben.

In der Debatte zum Euro-Mitgliederentscheid warben Rösler und andere führende Parteimitglieder für den Kurs der Parteispitze bei der Euro-Rettung. Die Euro-“Rebellen“ um den Finanzexperten Frank Schäffler forderten hingegen ein Umdenken. „Auf alte Schulden, neue zu packen, funktioniert nicht“, warnte Schäffler.

Rösler räumte ein, 2011 sei für die Liberalen kein Erfolgsjahr gewesen. Wer jedoch zu Boden gehe und liegen bleibe, werde angezählt. Für die FDP gelte: „Wir bleiben niemals liegen, wir stehen auf, wir werden kämpfen für Freiheit und Verantwortung, für die Menschen in diesem Land. Jetzt erst recht.“ Die FDP sei immer dann stark gewesen, wenn sie ihre eigene Position gegen Widerstand verteidigt habe. „Wir werden niemals dem Druck weichen und umfallen“, rief der Vizekanzler unter dem Applaus der Delegierten. Die FDP brauche sich mit ihren Erfolgen in der Regierung nicht zu verstecken.

FDP-Parteichef: Herr Rösler bleibt sanft

FDP-Parteichef

Herr Rösler bleibt sanft

Der Auftritt Philipp Röslers beim Bundesparteitag der FDP sollte voller Überraschungen stecken. Den hohen Erwartungen wurde die Rede des Parteichefs nicht gerecht - das Gesagte war einfach zu bekannt. Ein Kommentar.

Fraktionschef Rainer Brüderle betonte, es sei jetzt Zeit für die „Abteilung Attacke“. Selbstbeschäftigung sei keine Lösung. Auch wenn es mal regne, müsse die FDP zu ihren Überzeugungen stehen.

Für die zweite Hälfte der Legislaturperiode verortete Rösler seine Partei als Hüterin der sozialen Marktwirtschaft. Die FDP setzte auf die Menschen und ihre Leistungsfähigkeit. Es brauche eine Partei, die den Menschen das Vertrauen in die soziale Marktwirtschaft zurückbringe. Weitere Themen seien Freiheit, Bildung und Bürgerrechte.

Der seit Mai amtierende Parteivorsitzende räumte indirekt ein, dass die FDP zu lange am Thema Steuerentlastungen festgehalten habe. „Wir müssen noch viel stärker deutlich machen, dass soziale Marktwirtschaft mehr ist als nur das Fordern von Steuersenkungen.“

Kommentare (15)

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exFDPler

12.11.2011, 19:25 Uhr

Rösler räumte ein, 2011 sei für die Liberalen kein Erfolgsjahr gewesen.

Auch 2012 und 2013 werden keine Erfolgsjahre.

2013 wird die FDP hoffentlich mitsamt ihren Vertreter von der politschen Bühne verschwinden!

Dann zählt Leistung und nach Leistung wird bezahlt. Mal sehen zu welchem Mindestlohn diese Politdilettanten eingestellt werden!

Witzbold

12.11.2011, 19:30 Uhr

Bye bye Rösler,
bye bye Lindner,
bye bye Bahr,
bye bye Koch-Mehrin!

Es lebe die römische Dekadenz!

Leistung muss sich wieder lohnen und das geht eben nur ohne die FDP!

Account gelöscht!

12.11.2011, 19:33 Uhr

Rösler forciert die Profilbildung.

Also das ist nun schon wirklich lachhaft.
Er aht doch selbst kein Profil.
Merkt er das nicht

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