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16.10.2012

14:55 Uhr

FDP-Politiker beleidigt Stuttgart-21-Gegner

„Gefrustete Weiber mit ungepflegten Haaren“

VonTina Halberschmidt, Jan Mallien

ExklusivAuf seiner Facebook-Seite hat der Stuttgarter FDP-Politiker Michael Marquardt kräftig gegen Stuttgart-21-Gegner ausgeteilt. Trotz Kritik hält er an seinen Aussagen fest - und verteidigt seinen Kommentar.

Gegner von Bundeskanzlerin Merkel demonstrieren auf dem Marktplatz in Stuttgart bei einer Wahlkampfverantaltung zur Stuttgarter Oberbürgermeister-Wahl. dpa

Gegner von Bundeskanzlerin Merkel demonstrieren auf dem Marktplatz in Stuttgart bei einer Wahlkampfverantaltung zur Stuttgarter Oberbürgermeister-Wahl.

DüsseldorfKurz vor der entscheidenden Stichwahl um den Stuttgarter Oberbürgermeister hat der stellvertretende Vorsitzende der Stuttgarter FDP, Michael Marquardt, mit beleidigenden Äußerungen über Stuttgart-21-Gegner für Aufsehen gesorgt.

Auf seiner Facebook-Seite beschimpfte Michael Marquardt Demonstranten, die eine Kundgebung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel auf dem Stuttgarter Marktplatz mit Zwischenrufen gestört hatten. Er bezeichnete die Stuttgart-21 Gegner als „alte gefrustete Weiber mit ungepflegten Haaren“ und „nach altem Schweiß stinkende, rumbrüllende Männer“.

Gegenüber Handelsblatt Online verteidigte Marquardt seine Äußerungen. „Ich habe die Veranstaltung wie beschrieben erlebt, wurde beschimpft, abgedrängt, beim Applaudieren beleidigt und angepöbelt“, sagte der FDP-Politiker.

Er sei sehr entsetzt über das, was sich beim Besuch der Bundeskanzlerin abgespielt habe. Dies sei eine Schande für Stuttgart. Sprechchöre mit „Merkel-Schlampe“ oder noch schlimmeren Parolen hätten mit dem Demonstrationsrecht nichts zu tun.

Vielleicht habe er in seiner Empörung etwas zu harte Formulierungen verwendet. Die Stuttgart 21-Gegner hätten aber nicht das Monopol auf Empörung, so Marquardt. Als Konsequenz werde er in Zukunft nicht mehr direkt aus einem emotional aufgewühlten Zustand heraus auf Facebook posten. Allerdings werde er sein aktuelles Posting nicht löschen. „Die Aussage habe ich getätigt und stehe auch dazu“, erklärte Marquardt.

Kommentare (77)

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salpeter

16.10.2012, 15:23 Uhr

Was soll jetzt dieser infantile Frust auf Facebook??? Mit Kraftausdrücken, die dem untersten Niveau einfach in nichts nachstehen??? Blamiert, Herr Minister! Und mit Ihnen Merkel. (...)
Andere Meinungen lasst ihr garnicht mehr zu. Manch einer hat halt nicht die diplomatische Sprache drauf; wenn man von der schwäbischen Alb ala Almabtrieb nach StuRgart kommt, kann das halt so klingen. Oder, sollte Herr Minister einmal in der Landwirtschaft WIRKLICH ARBEITEN statt so herumzuheulen. Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

scharfschuetze

16.10.2012, 15:29 Uhr

Wo er recht hat, hat er recht!

Account gelöscht!

16.10.2012, 15:40 Uhr

Bestätigt mich nur in einem. Ich brauche Facebook so nötig wie einen Kropf. Wie man so schön auf der Schwäbischen Alb sagt.

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