Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.09.2012

22:45 Uhr

FDP unter fünf Prozent

Union und SPD legen in Wählergunst zu

Die Unionsparteien müssen um ihren Koalitionspartner FDP bangen. Im ARD-Deutschlandtrend verlieren die Liberalen gegenüber dem Vormonatswert einen Prozentpunkt und würden damit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). dapd

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

FrankfurtDie Unionsparteien legten in der am Donnerstag veröffentlichten Umfrage einen Punkt auf 37 Prozent zu. Stärker hinzugewinnen konnte die SPD, die mit 30 Prozent zwei Punkte besser abschnitt als Anfang August. Unverändert blieben die Werte der Grünen (13) und der Linkspartei (6). Die Piratenpartei verlor zwei Punkte auf sechs Prozent.

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen büßen Zustimmung ein. Im Vergleich zum Vormonat verlor Merkel sieben Prozentpunkte ein und kam auf 61 Prozent.

Allerdings zählt die Kanzlerin damit neben Finanzminister Wolfgang Schäuble (60 Prozent) weiter zu den beliebtesten Führungskräften in der deutschen Politik. Von der Leyen verlor vier Prozentpunkte und erreichte 41 Prozent an Zustimmung. Das ist ihr niedrigster Wert seit Januar 2010.

Von der Leyen kämpft für eine Zusatzrente, stößt mit ihren dramatischen Warnungen vor einer drohenden Altersarmut aber auch innerhalb der Union auf Widerspruch. Die Unionsspitze hat die Pläne der Arbeitsministerin praktisch auf Eis gelegt. Merkel hatte am Mittwoch bei einem Treffen mit CDU-Ministern nach Angaben von Teilnehmern gesagt, dass sie die Pläne anders als früher skeptisch sehe.

Der Umfrage zufolge befürchten 33 Prozent der Deutschen, bei Erhalt einer Rente von Altersarmut betroffen zu sein. Besonders Menschen mit geringen Einkommen machen sich Sorgen über ihr Auskommen im Alter. 58 Prozent der künftigen Rentner mit einem aktuellen Haushaltseinkommen von 1500 Euro netto und weniger äußerten die Sorge, später einmal von Altersarmut betroffen zu sein. Bei den Befragten, deren Haushalt über mehr als 3000 Euro netto im Monat verfügt, waren es nur 15 Prozent.

Was das richtige Mittel angeht, um Altersarmut zu verhindern, so gehen die Meinungen der Deutschen auseinander: 33 Prozent sprechen sich für eine Aufstockung von niedrigen Renten aus, wie sie von der Leyen vorschlägt. 40 Prozent sind für die Einführung einer Mindestrente, wie sie etwa die SPD diskutiert. 23 Prozent der Befragten finden, jeder solle selbst für eine angemessene Rente sorgen.

Im Auftrag der ARD befragte Infratest dimap von Montag bis Mittwoch 1503 Wahlberechtigten für die Sonntagsfrage. Die übrigen Werte wurden am Montag und Dienstag unter 1003 Wahlberechtigten erhoben.

Von

rtr

Kommentare (16)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Kapturak

07.09.2012, 00:04 Uhr


Die FDP betreibt keinerlei eigenständige Politik und ist somit überflüssig. Gut dass sie aus den Parlamenten verschwindet. Dann wird Platz für eine neue liberale Partei der Mitte.

black

07.09.2012, 06:18 Uhr

ich vermute eher, das sich die Bevölkerung nicht wirklich mit der Tagespolitik auseinandersetzt oder diese schlichtweg einfach nicht versteht; ansonsten können doch wohl kaum derart noch gute Umfrageergebnisse zustande kommen.

Defacto muss man sich doch als Normalbürger an den Kopf fassen; und Mr. Schäuble ist als beliebte Führungskraft für die den Staat unterhaltende Normalbevölkerung tätig?

Ich glaube es kaum...

Die Verblendungskappe sitzt bei den meisten Mitbürgern scheinbar hervorragend.

tenedorDELdiablo

07.09.2012, 06:59 Uhr

So ist es doch ? Merkel ist beliebt , weil sie nicht ehrlich spielt . Überhaupt ist Deutschland in der Welt oder CDU/CSU nur noch eins - MERKEL . Merkel polarisiert sich wie ...... . Träumt dieses Land wieder von einem Führer ?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×