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16.03.2011

23:06 Uhr

Fernsehduell

Punktsieg aus der Defensive für Mappus

VonChristina Otten

Stefan Mappus muss retten, was zu retten ist. Knapp eine Woche vor der wichtigen Wahl in Baden-Württemberg versucht er im wichtigsten Fernsehduell mit der SPD die Wogen zu glätten – und überrascht.

Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (links) und sein Kontrahent für das Amt des Ministerpräsidenten bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Nils Schmid von der SPD. Quelle: dpa

Der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus (links) und sein Kontrahent für das Amt des Ministerpräsidenten bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Nils Schmid von der SPD.

Nein, in der Haut von Stefan Mappus möchte man derzeit nicht stecken. Es hätte kaum schlimmer kommen können für den CDU-Ministerpräsidenten. Stuttgart 21, Guttenberg-Ausfall, der EnBW-Deal und nun auch noch Strahlenangst in Deutschland. Mappus, einer der glühernsten Verfechter der Nuklearenergie, steckt in einem richtigen Schlamassel. Ausgerechnet Atom heißt jetzt das Wahlkampfthema in Baden-Württemberg. Das entscheidende Fernsehduell mit der SPD, der Höhepunkt vor der Wahl am 27. März, wird für den 44-jährigen Mappus zum politischen Überlebenskampf.

Mappus’ drohende Niederlage im Ländle wäre eine schmerzliche Zäsur für die CDU. 58 Jahre hat die Partei hier geherrscht, nie war ein Roter Ministerpräsident. Umfragen sagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen voraus zwischen den Lagern. Schwarz-Gelb, Rot-Grün oder gar Rot-Rot-Grün, alles ist möglich. Die Angst vor der atomaren Gefahr könnte das Zünglein an der Waage sein.

Aber auch die SPD hat ein Problem. Oder kennen Sie den Namen des sozialdemokratischen Spitzenkandidaten? Nils Schmid heißt er, ist promovierter Jurist. Nie gehört? Die politische Konkurrenz hatte den 37-Jährigen auch lange ignoriert. Zu sehr waren CDU und Grüne im Wahlkampf mit ihren gegenseitigen Attacken beschäftigt, spotteten gemeinsam über Schmids angebliche "Hü-Hott-Politik".

Und nun das Duell zwischen Merkels Sorgenkind und dem sozialdemokratischen Unbekannten. Es gibt noch viele Unentschlossene vor dieser Wahl. Für jeden Dritten ist nach einer Infratest-Dimap-Umfrage das Wortgefecht Mappus/Schmid am Mittwochabend wahlbeeinflussend. Es war noch nie so eng. Mappus - Sohn eines Schumachers, konservativ, Machtmensch - muss jetzt alles geben, darf keinen Fehler mehr machen. Vor allen nicht in der Atomfrage.

Er empfinde eine „besondere Verantwortung bei dem Thema“, sagt Mappus. Natürlich wehrt er sich gegen den Verdacht, die Abschaltung von Neckarwestheim I - das dreimonatige Atommoratorium überhaupt - geschehe aus wahltaktischen Gründen. Ja, räumt er ein, er habe sich stets für die Verlängerung der Laufzeiten eingesetzt, aber die Ereignisse in Japan stellten eben eine „ganz neue Entwicklung“ dar. Es folgt ein ernster Blick in Richtung Kamera. Mappus spricht flüssig, wirkt überraschend offensiv und souverän.

Kommentare (6)

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Demokratiedefizit

17.03.2011, 09:21 Uhr

Mappus und die CDU > mehr gibt es nicht zu sagen.
Gutachten warnt vor Demokratiedefizit
CDU profitiert vom Wahlrecht

http://m.swp.de/serv/Sudwest?com=newsswpswpdeXHT&fid=1&nid=877135

Account gelöscht!

17.03.2011, 09:23 Uhr

In dieser schwierigen Lage benötigt das Land einen besonnen Ministerpräsidenten. Entscheidungen müssen revidiert und neue Wege gegangen werden. Auch kann kein Geld ausgegeben werden das nicht vorhanden ist. Nur durch Umschichtung gelingt dies nicht. Dehalb kann nur Herr Mappus und die CDU Baden Württemberg sinnvol durch die schwirigen Zeiten, die auf uns zukommen, führen.

Account gelöscht!

17.03.2011, 09:54 Uhr

58 Jahre wirtschaftlichen Wohlstand gibt man nicht aus den Händen! ..... schon gar nicht in die von rot/grünen Kapitalvernichtern! Baden-Württemberg und Bayern sind nicht von ungefähr die Musterländer!

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