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26.07.2012

13:52 Uhr

Feste Frauenquote

CDU-Frauen stellen sich gegen die Quote

Die Chancen für eine Frauenquote vor der Wahl stehen schlecht. Arbeitsministerin von der Leyen wird das Vorhaben kaum noch durchsetzen können – besonders, weil die Frauen in der eigenen Partei nicht mitspielen.

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen muss beim Thema Frauenquote mit Widerstand aus der eigenen Partei rechnen. dapd

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen muss beim Thema Frauenquote mit Widerstand aus der eigenen Partei rechnen.

BerlinDer beharrliche Vorstoß von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen für eine feste Frauenquote von 30 Prozent in Vorständen und Aufsichtsräten hat in dieser Wahlperiode kaum Chancen.

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) sagte der Deutschen Presse-Agentur zur Forderung ihrer Parteikollegin am Donnerstag in Berlin: „Gerade frauenpolitisch ist eine Einheitsquote ein Fehler, denn sie ändert im Alltag des Großteils der Frauen überhaupt nichts.“ Schröder plädiert für eine „Flexi-Quote“, nach der Unternehmen freiwillig Spitzenfunktionen mit Frauen besetzen können.

Auch die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, sagte der dpa: „Klar ist, der Anteil von Frauen in Führungsfunktionen in der Wirtschaft muss steigen – zum Vorteil der Unternehmen selbst. Eine gesetzlich fixierte Frauenquote wäre jedoch ein unangemessener Eingriff des Staates in die Wirtschaft, den es mit der CSU-Landesgruppe nicht geben wird.“ Die FDP ist ebenso dagegen.

Allerdings unterstützen mehrere CDU-Parlamentarierinnen von der Leyen. Die Ministerin hatte in der vorigen Woche der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt: „Und weil ich keine Lust mehr habe, mir zehn weitere Jahre leere Versprechungen anzuhören (...) bin ich überzeugt, dass nur durch ein Gesetz eine kritische Masse an Frauen in die entscheidenden Schlüsselpositionen kommen wird.“

Die Bundes-CDU stellt sich darauf ein, dass das Ringen um die Frauenquote beim Parteitag im Dezember in Hannover ausgetragen werden wird. Sicher werde es dazu Anträge geben, sagte ein Sprecher der dpa. Experten zufolge sind in Deutschland rund drei Prozent Frauen in Vorständen und zwischen zehn und zwölf Prozent in Aufsichtsräten.

Die Vorsitzende des Verbandes Junger Unternehmer, Marie-Christine Ostermann, warnte in einem dpa-Gespräch vor jeglicher gesetzlich vorgeschriebener Frauenquote in Unternehmen. „Jede Frau, die aufgrund einer Quote einen Job bekommt, fühlt sich demotiviert.“

Von

dpa

Kommentare (8)

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Account gelöscht!

26.07.2012, 15:47 Uhr

Die stramm sozialistische v. d. Leyen sollte zu den Grünen wechseln. Das wäre usn Bürgern gegenüber auch ehrlicher

Account gelöscht!

26.07.2012, 18:03 Uhr

....es ist sowas erbärmliches das es in unserer Gesellschaft nicht möglich ist einen Menschen nur nach Leistung, Können usw. zu beurteilen.

Noch erbärmlicher ist es aber, dieses Manko nicht an der Wurzel auszurotten, sondern nur die Symptome bekämpfen zu wollen indem man eine Quote einführen will...
Was würde bei einer Frauenquote passieren?

Die Frau wird als Mensch entmündigt weil ihr unterstellt wird:
"Das schaffst du eh nicht alleine (weil du ne Frau bist) deswegen gebe ich dir mal ne kleine Starthilfe."

Ausserdem schürt das nur die Wut und Vorurteile bei denjenigen, die eventuell besser qualifiziert wären aber den Job nicht bekommen weil das Gesetz den für eine Frau vorsieht.

Und sowas soll dazu führen Frauen in Führungspositionen für Unternehmen etc. attraktiver zu machen?
Ich darf doch sehr bitten...

Karsten

27.07.2012, 08:35 Uhr

Es wird garnicht mehr überlegt, wie man denn das Volk vertreten könnte und was es von der Sache hält... abgesehen davon, dass die Diskussion lächerlich ist.

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