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08.11.2011

17:42 Uhr

Finanzaufsicht

Deutschen Banken drohen schärfere Regeln

Die Finanzaufsicht will in Deutschland national systemrelevante Banken identifizieren. Den sieben größten Landesbanken und der DZ Bank könnten auf diesem Weg etwa strengere Kapitalhaltungsvorschriften auferlegt werden.

Das Bankenviertel in Frankfurt. Deutsche systemrelevante Banken sollen zukünftig strenger überwacht werden. dpa

Das Bankenviertel in Frankfurt. Deutsche systemrelevante Banken sollen zukünftig strenger überwacht werden.

FrankfurtDie Finanzaufsicht will in Deutschland nicht nur der Deutschen Bank und der Commerzbank engere Fesseln anlegen. Neben den weltweit systemrelevanten Banken (G-SIFIs) sollten in den nächsten zwölf Monaten auch auf nationaler Ebene Institute identifiziert werden, die zu wichtig sind, als dass sie ungeordnet Pleite gehen könnten, sagte der für Bankenaufsicht zuständige Bundesbank-Abteilungsleiter Daniel Quinten am Dienstag am Rande einer Regulierungskonferenz in Mainz.

Möglicherweise würden die Aufsichtsbehörden sich dabei an die Liste der von der EU-Bankenaufsicht EBA beobachteten Banken anlehnen, auf der 13 von 90 Instituten aus Deutschland kommen, darunter die DZ Bank sowie die größten sieben Landesbanken. Auch Versicherer könnten dann ins Blickfeld der Regulierer geraten, sagte Quinten.

Systemrelevante Banken werden nach dem Willen der G20-Staaten künftig in dreierlei Hinsicht besonders überwacht: Sie sollen mehr Kapital vorhalten als andere, um Krisen besser zu überstehen, zudem sollen sie einer intensiveren Aufsicht unterzogen werden, und zum Dritten sollen diese Institute Quinten zufolge ein „Drehbuch für den Krisenfall“ vorlegen, wie sie ohne größeren Schaden für das Bankensystem abgewickelt werden könnten.

Der Finanzstabilitätsrat (FSB) hatte vergangene Woche 29 weltweit systemrelevante Banken genannt, die endgültige Liste soll aber erst 2014 feststehen. Quinten sagte, die G20 hätten einen Meilenstein erreicht, indem sie zwölf Kriterien für die Abwicklung von Banken festgelegt hatten.

Unter anderem soll eine Behörde mit weitreichenden Befugnissen eingerichtet werden, die den Vorstand einer Krisenbank austauschen, die Rechte der Aktionäre beschneiden oder auch Geschäftsteile auf eine andere Bank transferieren kann. Auch das deutsche Banken-Restrukturierungsgesetz müsse noch geändert werden, um diese Kriterien zu erfüllen, sagte der Bundesbank-Abteilungsleiter.

Von

rtr

Kommentare (2)

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DEM

08.11.2011, 21:35 Uhr

Ich lach mich tot zu diesem Artikel !

Banken haben die Macht u. nicht diese sogenannte Politiker.

Soll hier eine Volksverdummung betrieben werden ?

Die sogenannten Politiker sind doch die Erfüllungsgehilfen

der Banken - besonders der Deutschen Bank (Ackermann).

Auch die Finanztransaktionssteuer wird niemals kommen .

Der Normalbürger mußte mit der Mini-Steuerreform

geblendet werden .die keine ist .

Aber den Beitragzahler der Pflege hat man auf diesem Wege

wieder einmal zur Kasse beordert - zahlen bis zum

Bankrott.

Die Bankster müssen endlich zur Rechenschaft gezwungen

werden u. zwar vom Volk !!!

Mazi

08.11.2011, 21:38 Uhr

Ist die BAFin schon draußen?

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