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10.01.2010

12:53 Uhr

Finanzberatung

Verbraucherschutzministerin Aigner droht Banken

Mit gesetzlichen Auflagen zur Finanzberatung will Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner die Banken notfalls an die Kandare nehmen. Die Geduld der Ministerin mit der Bankenbranche geht zu Ende.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner. Quelle: Reuters

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner.

HB BERLIN. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner droht den Banken mit gesetzlichen Auflagen, falls sie ihre Kunden nicht besser über Anlagerisiken aufklären. „Mir geht es in erster Linie um Transparenz“, sagte die Ministerin in einem Interview des Deutschlandfunks. „Deshalb will ich ja gerade ein Produktinformationsblatt - wenn es nicht freiwillig geht - jetzt auch gesetzlich einführen“, sagte Aigner. Ein normaler Verbraucher müsse auf den ersten Blick erkennen können, dass ein Produkt nicht sicher sei und zu einem Totalverlust führen könne.

Die Regierung verlangt von den Banken bislang auf freiwilliger Basis eine solche Information zu allen Finanzprodukten. „Bisher wurde dies sehr zögerlich angenommen“, kritisierte die Ministerin. Banken und Verbände hätten zugesichert, die Informationsvorgabe jetzt umzusetzen. „Ich werde mir das jetzt noch eine gewisse Zeit anschauen, aber meine Geduld ist hier endlich, um ganz deutlich zu sagen“, betonte die CSU-Politikerin. Nach der Einführung eines Beratungsprotokoll seit Jahresbeginn werde die Regierung als nächstes prüfen, welche Mindestqualifikation für unabhängige Bankberater festgelegt werden müssten.

Kommentare (4)

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WIR

10.01.2010, 15:36 Uhr

Dank an Frau Eigner, wenn es den mal soweit ist.
Jedoch habe ich das von ihrem Vorgänger im Amt
gefordert und was ist hieraus geworden.
...die Finanzblase und..und..und Leerverkäufen...
Es ist den Privatleuten, die keine Ahnung der Produkte
besitzen (was selbst "Fachleuten" fehlte bei der Flut der immer neu kreierten Produkte) mit mehr möglich den überblick zu behalten weder Fachlich noch zeitlich.
Also Einführung eines TÜV`s für die Produkte mit Zertifikat statt eines im hinterzimmer gestrickten Produktes mit tollen Flyern im die Leute dsa Geld aus der Tasche zu labern.

Bird Miller

10.01.2010, 16:41 Uhr

Verbraucherschutzministerin Frau Aigner wacht scheinbar auch langsam auf. Leider reagiert das Verbraucherministerium Jahre zu spät, da mag sich der eine oder andere Verbraucher etwas veralbert vorkommen. Nachdem die Anleger hunderte von Millionen EUR vor und während der Finanzkrise verloren haben, denkt man jetzt darüber nach, ob man jetzt nicht über ein Gesetz beraten soll. Nähere informationen auf merlin-it.org. ich wünschte mir diese Schnelligkeit der Gesetzesverabschiedung auch im Straßenverkehr, bußgelder sollten erst nach Jahren eingeführt werden, wenn einige Autofahrer etwas zu schnell durch deutsche Landschaften fahren. Aber besser jetzt als nie ! Die künftigen Generationen werden es dem Verbraucherschutzministerium danken !

Alfons Wöhrl

10.01.2010, 20:10 Uhr

Den banken ein Produktinformationsblatt auf freiwilliger basis abzuverlangen ist wie vom bock Gärtnerarbeit auf freiwilliger basis zu verlangen. Für den bereich banken sind von Fachleuten erstellte Normen vorzugeben wie das für die industrie seit der vorletzten Jahrhundertwende der Fall ist (DiN).

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