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05.02.2014

13:22 Uhr

Finanzdefizit 2013

Bundesländer machen nur eine halbe Milliarde Schulden

Die Bundesländer hatten damit gerechnet, im vergangenen Jahren 12 Milliarden Euro Schulden zu machen – nun ist es nur eine knappe halbe Milliarde. Zurückzuführen ist das vor allem auf deutlich verbesserte Einnahmen.

Die Fahnen der 16 Bundesländer: 306 Milliarden Euro fließen 2013 in die Länderkassen. dpa

Die Fahnen der 16 Bundesländer: 306 Milliarden Euro fließen 2013 in die Länderkassen.

BerlinWegen sprudelnder Einnahmen haben die Bundesländer 2013 deutlich weniger Schulden gemacht als im Jahr zuvor. Die Länder schlossen das Jahr mit einem Defizit von 485 Millionen Euro ab – 2012 lag es noch bei etwa 5,6 Milliarden. Dies geht aus einer bislang unveröffentlichten Übersicht des Bundesfinanzministeriums hervor, über die zuerst die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet hatte und die der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Das verbesserte Ergebnis kommt maßgeblich von den deutlich höheren Einnahmen: Diese stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Prozent – das war klar mehr, als die Länder erwartet hatten.

Zugpferd für die Entwicklung war unter anderem Bayern, das mit 2,1 Milliarden Euro den größten Überschuss erzielte. Auch die ostdeutschen Länder schlossen das Jahr durchweg mit einem positiven Ergebnis ab. So kam Sachsen auf ein Plus von 822 Millionen, Brandenburg verbuchte 710 Millionen – auch Berlin konnte unterm Strich 480 Millionen zusätzlich einnehmen.

Deutlich in den roten Zahlen sind dagegen einige westdeutsche Bundesländer. So gab Nordrhein-Westfalen 2,5 Milliarden Euro mehr aus, als es einnahm. NRW begründet das unter anderem damit, das bevölkerungsreichste Bundesland zu sein. Die Zahlen der Statistik ließen die Einwohnerzahl unberücksichtigt, sodass ein proportional verzerrtes Bild entstehe.

Hessen, Rheinland-Pfalz und Hamburg schlossen das Jahr mit einem Defizit von jeweils mehr als einer halben Milliarde ab, das Saarland machte 458 Millionen Euro Schulden. Auch Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bremen waren teils deutlich im Minus. Schleswig-Holstein dagegen geht mit einem Überschuss von 115 Millionen aus dem Jahr 2013.

Einem dicken Plus der ostdeutschen Ländern steht ein noch größeres Minus der westdeutschen gegenüber. Insgesamt hatten die Länder aber mit einem weitaus schlechteren Ergebnis gerechnet: Statt der rund halben Milliarde planten die Länder mit einem Defizit von fast 12 Milliarden Euro. Ein Mehr an Steuereinnahmen und gestiegene sonstige Einnahmen führten aber dazu, dass in die Länderkassen mit 306 Milliarden Euro knapp 10 Milliarden mehr flossen, als prognostiziert.

Von

dpa

Kommentare (3)

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PeterKock

05.02.2014, 14:10 Uhr

Vor ein paar Tagen wurde aber noch verbreitet das 2013 nur 0,4 % mehr gebracht hat.Dann kann das ja nicht so sein. Was aber stimmt ist das die Staatsschulden über 5,4 Billionen erreichten= 1200 Jahre Tilgungszeit und die nächsten 16 Generationen sind damit verschuldet !

PeterKock

05.02.2014, 14:16 Uhr

Da hätte ich dann doch noch etwas : Früher , zu normalen Zinszeiten , zahlten wir im Jahr 40 Milliarden an Zinsen für einen TEIL der Staatsschulden. Heute sind das NUR noch 10 Milliarden. Es sollte als ganz normal sein weniger Schulden aufzunehmen obwohl,real betrachtet,der Staat wieder deutlich mehr ausgab. Mit dem Rechnen klappt es nicht so obwohl in der 3. Klasse Grundschule das schon gelehrt UND verstanden wird : Gebe nicht mehr aus als Du einnimmst !

PeterKock

05.02.2014, 14:27 Uhr

Die Staatsschulden die hier mit 2,2 Billionen angegeben werden stimmen so nicht. Diese 2,2 Billionen sind die Schulden für die wir Zinsen zahlen. Zusätzlich hat der Staat noch 3,2 Billionen Schulden daher insgesamt mehr als 5,4 Billionen. Die zusätzlichen 3,2 Billionen,die hier nicht angegeben werden ,sind Zahlungsversprechen z.B. für die Pensionen der Beamten und Politiker , Zahlungen an z.B. die Hypo-Real-Estate-Bank , Hilfen für Afganistan denn Herrn Karsai soll es ja gut gehen ,ursprünglich sollten auch die deutschen Überflutungsopfer Hilfsgelder bekommen die jedoch meist ausblieben und und und .....

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