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20.11.2011

18:18 Uhr

Finanzkrise

Verdi erwartet keine Entlassungswelle bei Banken

VonPeter Köhler

ExklusivDie Banken enlassen wegen der Euro-Krise und den Börsenturbulenzen weltweit Tausende Mitarbeiter. Doch die Gewerkschaft Verdi rechnet trotz Finanzkrise nicht damit, dass viele Bankangestellte ihren Job verlieren.

Im September 2008 verloren viele Lehman-Mitarbeiter ihren Job. Reuters

Im September 2008 verloren viele Lehman-Mitarbeiter ihren Job.

FrankfurtDie Gewerkschaft Verdi rechnet trotz der Finanzkrise nicht mit einer weiteren großen Entlassungswelle bei den Banken in Deutschland. „Wenn jetzt nicht eine scharfe Rezession kommt, dann dürfte beim Abbau das Ende der Fahnenstange erreicht sein“, sagte Beate Mensch vom Verdi-Bundesvorstand dem Handelsblatt (Montagausgabe) In den vergangenen  zehn Jahren seien mehr als 100.000 Stellen in der Branche abgebaut worden.

„Wir sind jetzt noch bei 660 000 Beschäftigten - ein unglaublicher Aderlass, der durch die permanente Umstrukturierung vorangetrieben wurde und auf Kosten der Beschäftigten ging“, erklärte die Expertin für Finanzdienstleister. Mit immer weniger Personal solle bei den Kreditinstituten und Versicherern immer mehr gearbeitet werden. Das gehe nicht, ohne die Gesundheit der Beschäftigten und die Qualität der Arbeit zu gefährden.

Die Funktionärin nimmt die Bankangestellten gegen pauschalisierende Kritik in Schutz. Sie seien nicht die Verursacher der Krise. „Sie sind Teil des Geschehens, manchmal auch Opfer – und im Innern der Institute sind sie auch Geschlagene. Sie werden öffentlich beschimpft und in den Banken mit Vertriebsvorgaben unter Druck gesetzt“, sagte Mensch.

Die Beratertätigkeit der Beschäftigten in den Banken müsse wieder wichtiger werden anstatt „auf Teufel komm raus“ Finanzprodukte verkaufen zu müssen.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

20.11.2011, 18:38 Uhr

Wenn ein Bäcker seine Brötchen nicht verkaufen kann muss er seinen laden irgendwann schließen ,Angebot und nachfrage bestimmt nicht nur den preis von Produkten und Dienstleistungen,Sonden auch die anzahl von Arbeitsplätzen in einem bestimmten bereich .
Wenn nun nach den angeboten einer Bank keine nachfrage besteht , wird es natürlich auch einen Arbeitsplatzabbau bei banken geben müssen !
Aber wir wissen ja nicht erst seit heute,dass die Gewerkschaften weltfremd sind .

krisendauergewinner

20.11.2011, 19:02 Uhr

sollte VERDI die volksbanken und sparkassen meinen,kann ich die aussage nachvollziehen.

den landesbanken und privatbanken dagegen steht ein weiterer aderlaß ins haus, ebenso den versicherungen und finanzdienstleistern,denn die geschäfte der wolkenschieber werden immer weniger nachgefragt und die unternehmen suchen jetzt schon ihr heil im arbeitsplatzabbau,um die abschmelzenden gewinne und die abschreibungen auf ihre pretiosen in den bilanzen zu verwursten.

nun muß sich VERDI ja nicht hinstellen und die schlechte
nachricht verkünden,würde ja irgendwie nicht ind die mediale erfolgsorgelei unsrer regierung passen.

Nachwuchs

20.11.2011, 19:47 Uhr

Die Krise verursacht, Kunden über den Tisch gezogen, Boni kassiert, obwohl im Arbeitsvertrag steht: Zum Wohl der Firma, nichts dazu gelernt und Existenzen vorsätzlich vernichtet. Dies soll keine Folgen haben? Eine Schande. 90% müssten sofort fristlos gefeuert werden und den Schaden persönlich bezahlen! Die Krise begann nach meiner Meinung: Tarifgehälter massiv gekürzt und auf Verkauf(Provision) hingewiesen. Damit war der Untergang der Kunden besiegelt auf Anweisung des Managements!

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