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12.01.2008

17:13 Uhr

Finanzreform statt Gesundheitsfonds

DGB fordert Stopp der Gesundheitsreform

Eine "echte Finanzreform des Gesundheitswesens" fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) von der Bundesregierung. Sie solle die eingeleitete Gesundheitsreform erst mal stoppen.

HB BERLIN. Die große Koalition sollte den Gesundheitsfonds und damit auch die Zusatzbeiträge aussetzen, sagte der DGB-Chef Michael Sommer der „Bild am Sonntag“. Stattdessen müsse eine „echte Finanzreform des Gesundheitswesens“ in Angriff genommen werden. Der Fonds sei eine bürokratische Missgeburt. Die geplanten Zusatzbeiträge seien vor allem für Geringverdiener eine unzumutbare Belastung.

Auch die große Mehrheit der gesetzlichen Krankenkassen lehnt einer Umfrage zufolge den Gesundheitsfonds und den einheitlichen Beitragssatz ab. Von 106 befragten Kassen hätten 89 Prozent angegeben, dass sich der Gesundheitsfonds negativ für die Versicherten auswirken werde, berichtete „Focus“. 93 Prozent lehnten den Einheitssatz ab. 82 Prozent rechneten noch in diesem Jahr mit steigenden Beitragssätzen.

Ab Januar 2009 soll der Gesundheitsfonds die Beitragseinnahmen zwischen den gesetzlichen Krankenkassen verteilen. Dabei erhält jede Kasse pro Versichertem eine Grundpauschale. Hinzu kommt ein Zuschlag, dessen Höhe am Gesundheitszustand des Mitglieds ausgerichtet ist und der mehr Gerechtigkeit zwischen den Kassen schaffen soll.

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