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21.10.2016

12:20 Uhr

Flexi-Rente

Übergang in die Rente wird flexibler gestaltet

Der Bundestag hat den Weg für mehr Zuverdienst-Möglichkeiten im Rentenalter frei gemacht. Das Parlament beschloss am Freitag die sogenannte Flexi-Rente. Das Weiterarbeiten im Rentenalter soll so attraktiver werden.

Das Gesetz soll Mitte 2017 in Kraft treten. dpa

Flexi-Rente

Das Gesetz soll Mitte 2017 in Kraft treten.

BerlinÄltere Arbeitnehmer können den Übergang in die Rente künftig flexibler gestalten: Der Bundestag beschloss am Freitag mit den Stimmen der großen Koalition das Gesetz zur Flexi-Rente, das reduziertes Arbeiten vor dem regulären Rentenalter ebenso vorsieht wie eine Erwerbstätigkeit darüber hinaus. Linke und Grüne enthielten sich.

Mit der Neuregelung wird eine neue Teilrente geschaffen. Die bisherige Hinzuverdienstgrenze von 6300 Euro (14 mal 450 Euro) im Jahr, bis zu der keine Anrechnung auf die Rente erfolgt, soll bestehen bleiben. Die Summe soll aber künftig anders als bisher jährlich verrechnet werden können. Was über dem jährlichen Freibetrag liegt, soll den Koalitionsplänen zufolge zu 40 Prozent mit der Rente verrechnet werden.

So viel gesetzliche Rente darf der Standardrentner erwarten

Die Prognose

Die Prognosen beziehen sich auf den sogenannten Standardrentner, der 45 Jahre Beiträge gezahlt und immer das Durchschnittseinkommen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verdient hat. Die angegebene Bruttostandardrente versteht sich vor Steuern. Das Sicherungsniveau vor Steuern gibt das Verhältnis der Renten im Vergleich zum Durchschnittseinkommen der beitragszahlenden Beschäftigten abzüglich der durchschnittlichen Sozialversicherungsbeiträge an.

 

Quelle: Rentenversicherungsbericht 2015, Deutsche Rentenversicherung Bund, Stand: November 2015

2010

Beitragssatz zur GRV: 19,9 %

Bruttostandardrente: 1224 Euro monatlich

Sicherungsniveau vor Steuern: 51,6 %

2016

Beitragssatz zur GRV: 18,7 %

Bruttostandardrente: 1372 Euro monatlich

Sicherungsniveau vor Steuern: 47,7 %

2020

Beitragssatz zur GRV: 18,7 %

Bruttostandardrente: 1517 Euro monatlich

Sicherungsniveau vor Steuern: 47,6 %

2025

Beitragssatz zur GRV: 20,4 %

Bruttostandardrente: 1680 Euro monatlich

Sicherungsniveau vor Steuern: 46,0 %

2029

Beitragssatz zur GRV: 21,5 %

Bruttostandardrente: 1824 Euro monatlich

Sicherungsniveau vor Steuern: 44,6 %

Das Weiterarbeiten nach Erreichen des Rentenalters soll dadurch attraktiver werden, dass die von den Arbeitgebern abgeführten Beiträge höhere Rentenansprüche der Beschäftigten bewirken sollen – wenn diese auch Beiträge zahlen. Bislang sind Arbeitnehmer jenseits der Regelaltersgrenze beitragsfrei gestellt. Zudem sollen Arbeitgeber für Rentner fünf Jahre lang keine Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zahlen müssen. Das Gesetz soll Mitte 2017 in Kraft treten.

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