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09.12.2016

13:25 Uhr

Flüchtlinge

Berlins Bürgermeister plädiert für Integration

Es sind vor allem die Städte gefordert, wenn der Satz „Wir schaffen das“ bei der Integration der Flüchtlinge umgesetzt werden muss. Bürgermeister aus ganz Europa tauschen im Vatikan ihre Erfahrungen aus.

Berlins Bürgermeister ruft dazu auf, den Flüchtlingszustrom als Chance zu verstehen. dpa

Michael Müller

Berlins Bürgermeister ruft dazu auf, den Flüchtlingszustrom als Chance zu verstehen.

RomBerlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat dafür plädiert, die Integration der Flüchtlinge auch als Chance zu begreifen. „Wenn wir uns statt über die Gefahr des Scheiterns mehr über das Gelingen der Integration unterhalten, kann daraus auch die Chance für ein gerechtes und humanes Europa werden“, sagte Müller bei einer internationalen Konferenz im Vatikan.

Bei der von der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften unter dem Titel „Europa: Flüchtlinge sind unsere Brüder“ veranstalteten Tagung erinnerte Müller vor mehr als 70 europäischen Bürgermeistern an den Fall der Berliner Mauer 1989 und die Überwindung der Teilung Europas. Heute gelte es, Haltung zu zeigen gegenüber denjenigen, die wieder neue Mauern bauen wollten. Berlin als eine um 40.000 Einwohner pro Jahr wachsende Stadt habe 2015 binnen weniger Monate zusätzlich rund 100.000 Flüchtlinge aufgenommen.

Die Städte dürften bei der Integrationsleistung nicht alleingelassen werden. „Es ist eine Aufgabe, die uns noch viele Jahre fordern wird“, warnte Müller.

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Aus Deutschland sind rund 20 Städte auf der am Samstag endenden Konferenz vertreten. Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) bedauerte, dass seine Stadt in jüngster Zeit international einen „zweifelhaften Bekanntheitsgrad“ errungen habe. „Es waren und sind verstörende Bilder, die von meiner Stadt ausgehen“, sagte Hilbert mit Blick auf die Pegida-Demonstrationen. In Dresden gebe es „eine tief gespaltene Stadtgesellschaft“. Den fremdenfeindlichen Gruppen stehe „eine große Gruppe des städtischen Bürgertums“ gegenüber, die sich bis zur Erschöpfung für die Integration der Flüchtlinge einsetze.

Die römische Bürgermeisterin Virginia Raggi sagte, die Städte stünden oft in vorderster Linie, wenn es um Unterbringung und Versorgung der Schutzsuchenden gehe. „Wir wollen allen diesen Menschen ein Dach über dem Kopf und menschliche Wärme garantieren“, sagte sie.

Madrids Bürgermeisterin Manuela Carmena kritisierte in harten Worten die europäische Flüchtlingspolitik. „Das Mittelmeer, ein europäisches Meer, ist zu einem Friedhof geworden“, sagte sie. Ihre Kollegin aus Barcelona, Ada Colau, sagte, die Flüchtlinge machten nur 0,2 Prozent der europäischen Bevölkerung aus. „Diejenigen, die von einer Invasion oder einer Flut reden, lügen“, sagte Colau.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Bernhard Ramseyer

09.12.2016, 14:46 Uhr

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sollte zuerst seine Hausaufgaben machen und die abgelehnten Asyl-Bewerber abschieben. Berlin ist die Stadt, die nicht abschiebt, deshalb herrscht hier auch das Chaos.
Wer in der Lage ist sich zu integrieren, d.h. sich unseren Gesetzen und unserer Kultur anzupassen, sollte natürlich auch eine Bleibeperspektive haben.

Herr Wolfgang Trantow

13.12.2016, 17:52 Uhr

Vermummte Frauen und dann Integration? Diese Frauen beweisen doch täglich: wir wollen mit euch nichts zu tun haben, außer euer Geld. Ansonsten nur Morddrohungen: Islam = Tötet Andersgläubige! Diese Frauen wollen hier ihre alte Heimat errichten wie in Syrien z.B. Tod dem Nachbarn!

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