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18.12.2015

14:09 Uhr

Flüchtlinge in Deutschland

Asylverfahren sollen maximal 48 Stunden dauern

Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer von Asylanträgen liegt derzeit bei rund fünf Monaten. Diese Zeit soll nun drastisch verkürzt werden. Dazu sollen die Anträge nach Erfolgsaussicht in Gruppen eingeteilt werden.

Über Anträge von Flüchtlingen mit sehr guter oder sehr schlechter Bleibeperspektive soll direkt nach der Antragstellung entschieden werden, teils sogar noch am selben Tag. dpa

Asylverfahren

Über Anträge von Flüchtlingen mit sehr guter oder sehr schlechter Bleibeperspektive soll direkt nach der Antragstellung entschieden werden, teils sogar noch am selben Tag.

HeidelbergÜber Asylanträge soll künftig im Idealfall innerhalb weniger Tage entschieden werden. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) stellte dazu am Freitag in Heidelberg ein Pilotprojekt vor. Damit soll die Verfahrensdauer von derzeit noch mehreren Monaten drastisch verkürzt werden. Ziel sei es, über einfache Fälle innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach der Antragstellung zu entscheiden, sagte BAMF-Leiter Frank-Jürgen Weise.

Bei dem Modellverfahren werden die Asylanträge nach Erfolgsaussicht in Gruppen eingeteilt. Über Anträge von Flüchtlingen mit sehr guter oder sehr schlechter Bleibeperspektive soll direkt nach der Antragstellung entschieden werden, teils sogar noch am selben Tag. Komplexere Fälle werden gesondert geprüft, der Zeitaufwand ist hier höher.

Im November waren bundesweit knapp 356.000 Asylverfahren noch nicht entschieden. Die durchschnittliche Bearbeitungsdauer liegt derzeit bei rund fünf Monaten.

Von

dpa

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