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25.05.2016

16:45 Uhr

Flüchtlinge in Deutschland

Deutlich mehr Asylbewerber beantragen Arbeitserlaubnis

Deutschland ist das Ziel hunderttausender Flüchtlinge. Viele von ihnen wollen rasch Geld verdienen, um beispielsweise ihre Familien in der Heimat zu unterstützen. Die Zahl der Anträge für eine Arbeitserlaubnis steigt.

Asylbewerber Omar Ceesay (r) arbeitet in der Schreinerei Holitsch in Tettnang-Hiltensweiler (Baden-Württemberg) an einer Tür, Schreiner Karl-Heinz Kübler schaut dem künftigen Lehrling zu. dpa

Flüchtling macht Schreiner-Ausbildung

Asylbewerber Omar Ceesay (r) arbeitet in der Schreinerei Holitsch in Tettnang-Hiltensweiler (Baden-Württemberg) an einer Tür, Schreiner Karl-Heinz Kübler schaut dem künftigen Lehrling zu.

ErfurtIn den ersten vier Monaten dieses Jahres haben deutlich mehr Asylbewerber eine Arbeitserlaubnis in Deutschland beantragt als im Vorjahreszeitraum. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit (BA) vom Mittwoch wurden zwischen Januar und April insgesamt 26.862 Anträge auf eine Arbeitsmarktzulassung gestellt. Im selben Zeitraum des Vorjahres waren es 11.189. Dies entspricht einer Steigerung um 140 Prozent.

Drei Viertel der gestellten Anträge, insgesamt 20.279, wurden demnach positiv beschieden, so dass die Betroffenen noch während des laufenden Asylverfahrens eine Stelle annehmen konnten. Im Vorjahreszeitraum wurden lediglich 7675 dieser Arbeitsmarktzulassungen erteilt. Über den Anstieg der Zahlen hatte zunächst die „Thüringer Allgemeine“ (Mittwochsausgabe) berichtet.

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Deutschland ist seit vergangenem Sommer Ziel hunderttausender Flüchtlinge. Die meisten Anträge auf eine Arbeitsmarktzulassung von Asylbewerbern und geduldeten Ausländern wurden demnach in Bayern (6081), Baden-Württemberg (5548) und Nordrhein-Westfalen (5042) gestellt. Den größten Zuwachs an Asylbewerbern, die mit einer konkreten Stelle in Aussicht die Arbeitsgenehmigung beantragt hatten, verzeichneten die Arbeitsbehörden in Berlin und Brandenburg.

Die Menschen, die nach Deutschland kämen, seien mehrheitlich jung und gut motiviert, sagte eine BA-Sprecherin der „Thüringer Allgemeinen“. „Unsere Erfahrung zeigt, dass viele von ihnen rasch Geld verdienen möchten, weil sie zum Beispiel die Familie in der Heimat unterstützen oder die Kosten der Flucht begleichen wollen.“ Grundsätzlich gelte Arbeit als der beste Weg zur Integration.

Von

afp

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